Ultra-Schmiererei an Schubart-Gymnasium

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Bislang noch Unbekannte haben diesen Schriftzug an die Mauer vor dem Schubart-Gymnasium gesprüht. Mittlerweile ist die Schrift entfernt.
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Aufregung im Netz wegen einer Sprühaktion an einer Mauer - Stadt und VfR äußern sich.

Aalen. In den sogenannten Sozialen Netzwerken hat eine Schmiererei am Schubart-Gymnasium für Aufregung gesorgt. Bislang Unbekannte haben dort das Wort „Ultras“ auf eine Mauer am Aufgang zur Schule gesprüht. Eine Strafanzeige läuft.

Auf der Seite „Du weißt, dass Du aus Aalen bist“, wird die Sachbeschädigung überwiegend kritisch gesehen. Eine solche Tat, so schreibt eine Frau dort, sei eines echten Ultra-Fans nicht würdig. Ultras, so schreibt sie weiter, „vertreten ihre Mannschaft durch kreative Sprechgesänge und Choreographien bei Sportveranstaltungen“, aber nicht durch Sachbeschädigungen. Ein anderer Kommentator erklärt, er schätze die Ultras sehr, er sei selber oft in der Kurve - und die Ultras könnten mit ihren Choreographien und Aktionen „eine Mannschaft schon beflügeln“. Aber mit Allgemeingut sollte „so nicht umgegangen werden“. Andere finden es gut, dass sich „die echten Fangruppen davon distanzieren“. Es gibt aber auch welche, die schreiben „Mir gefällt's“ und „Besser als grauer Beton“.

Bei der Stadt sieht man das deutlich anders. Man habe Strafanzeige erstellt, berichtet Stadtsprecher Stephan Dürr auf Anfrage der SchwäPo. Genau wie alle anderen Schmierereien an öffentlichen Gebäuden werde auch diese „von uns zur Anzeige gebracht“. Der entstandene Schaden wird von der Stadt auf ungefähr 500 Euro beziffert. „Wir sind gerade dabei, das Graffiti mit dem Dampfstrahler zu entfernen - und falls das nicht funktionieren sollte, werden wir es überstreichen“, sagt Dürr am Donnerstagnachmittag. Tatsächlich hat's funktioniert und der Spuk war am Nachmittag beendet.

Differenzierter drückt sich der Geschäftsführer des VfR Aalen aus: „Ich verurteile grundsätzlich Sachbeschädigungen“, sagt Giuseppe Lepore. Jedoch sei die Aktion „nicht auf unserem Stadiongelände passiert“ - und deshalb sei der VfR dafür nicht zuständig. „Das ist Sache der Polizei“, sagt Lepore weiter.

Die Polizei hat sich dieser Sache angenommen, nachdem am Dienstag Anzeige erstattet worden war, wie Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier erklärt. Die Polizei geht davon aus, dass diese sogenannte „Sachbeschädigung durch Veränderung des Erscheinungsbildes“ am Wochenende verursacht wurde - und bittet etwaige Zeugen, sich beim Polizeirevier in Aalen zu melden.

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