Kommentar Ulrike Wilpert

Unfair und unrealistisch

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zur Maßregelung der CDU-Fraktion

Die Forderung der CDU-Fraktion, dass alle Schülerinnen und Schüler die gleiche Chance auf gleiches Unterrichtsmaterial haben sollten, ist

berechtigt. Es ist Fakt: Aalen hinkt in der digitalen Ausstattung seiner Schulen anderen Kommunen hinterher. Dennoch: Stadtverwaltung und Schuldezernent zum jetzigen Zeitpunkt so zu maßregeln – wie es die CDU tut – ist unfair. Denn: Die Medienoffensive ist ja beschlossen. Bis 2024 will die Stadt insgesamt 24 Millionen Euro in die Digitalisierung der Schulen investieren. Ein gewaltiges Programm, in dem alle 21 Aalener Schulen auszustatten sind. Dass sich diese Mammutaufgabe nicht von jetzt auf nachher bewältigen lässt, leuchtet ein. Auch, dass kleinere Kommunen wie Essingen mit nur einer Schule am Ort diese Aufgabe schneller erfüllen konnten. Die Forderung der CDU, der neue IT-Amtsleiter der Stadt solle die Vergaberichtlinien der von Bund und Land gesponserten Tablets festschreiben, ist unrealistisch. Denn der IT-Leiter wird erst im August ins Amt eingesetzt. Bei der Zuteilung der Tablets muss jetzt Vertrauen in die Schulleitungen angesagt sein. Das sind letztlich diejenigen, die ihre Schüler am besten kennen.

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