Unter Beifall verlässt Pfarrer Golla seine Gemeinde

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Pfarrer Harald Golla verabschiedet sich nach dem Gottesdienst von seiner Gemeinde.
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Ein Gottesdienst und viele Grußworte so verabschiedet sich die Seelsorgeeinheit Hofen-Wasseralfingen.

Aalen-Hofen. Fast 16 Jahre war Harald Golla Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hofen-Wasseralfingen. Mit dem Gottesdienst an Fronleichnam verabschiedete er sich in der Glück-Auf-Halle von seiner Kirchengemeinde. Er wechselt in den Virngrund.

Auch dieser Gottesdienst sei anders als gewohnt. „Aber wir sind Meister bei Gottesdiensten unter Corona-Bedingungen“, sagte Golla. Das ur-katholische Fest Fronleichnam sei eigentlich sinnesfreudig, farbig, mit einer großen Prozession, aber dieses Jahr eben reduzierter.

„Aber der Herr ist trotzdem nahe, auch wenn es nur Brot gäbe“, ergänzte er. Mit der Anbetung seines Leibes am Fronleichnamsfest solle man sich mit Gott auf den Weg machen durch die Herausforderungen der Zeit und des Lebens. „Jesus zeigt mit dem Abendmahl: Brecht auf und vertraut“, predigte Golla.

Nach der Kommunion dankte er allen an der Organisation des Gottesdienstes Beteiligten und den fast 180 Anwesenden, darunter Vertreter von Kommunalpolitik, Vereinen und Verbänden. Unter Hinweis auf mehrere folgende Grußworte schloss er: „Bleibt's da und seid friedlich.“

Ortsvorsteherin Andrea Hatam verwies auf zwölf Jahre gute und gedeihliche Zusammenarbeit. Viele würden seinen Abschied sehr bedauern. Golla sei immer tolerant und offen für Neues gewesen, auch gegenüber Andersgläubigen, überhaupt gegenüber allen Menschen. Und er habe die Ökumene vorangebracht, habe die Gemeinden geeint und gestärkt.

Der evangelische Pfarrer Uwe Quast betonte die Bescheidenheit von Golla, zudem habe er immer auch auf die Schattenseiten der Kirche verwiesen.

Jutta Schaff, Vorsitzende des Gesamtkirchengemeinderats, sagte, Golla habe in den 16 Jahren wie „ein Baumeister zwischen den beiden Gemeinden gewirkt, sie zusammengeführt und ein gemeinsames, modernes Haus geschaffen“. Er hinterlasse eine gefestigte, lebendige Seelsorgeeinheit.

Golla begründete seinen Wechsel in den Virngrund damit, noch einmal etwas Neues zu machen, eine neue Gemeinde kennenlernen zu wollen, um nicht „bequem und zufrieden zu werden“. Er sei voll Dankbarkeit für die Zeit, für alles Erlebte, für alle Menschen, Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, es habe ihm immer sehr gut gefallen. „Ein Pfarrer allein kann nichts tun, in Hofen und Wasseralfingen durfte er nur nicht im Wege stehen“, ergänzte er. Er würde sich gerne von allen per Handschlag oder Umarmung verabschieden. Und verlies dann unter viel Beifall die Halle. Jürgen Eschenhorn

Der Fronleichnamsgottesdienst war Pfarrer Harald Gollas letzte Amtshandlung in der Gemeinde Hofen-Wasseralfingen.
Letzter Gottesdienst von Pfarrer Harald Golla in der Kirchengemeinde Hofen-Wasseralfingen an Fronleichnam in der Glück-Auf-Halle.
Im Oldtimer eines Verwandten brauste Pfarrer Harald Golla nach dem Gottesdienst davon.

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