Albaufstieg: Karte mit vier Varianten an OB übergeben

+
Unterkochen links im Bild - rechts geht es aufs Härtsfeld hoch.
  • schließen

Unterkochener Ortschaftsräte und Vertreter der Bürgerinitiative erarbeiten Ideen zur Anbindung der B 19 im Tal an die A 7 auf dem Härtsfeld.

Aalen-Unterkochen

Ein Papier etwa DIN-A3 groß stand im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Unterkochen: eine Karte. Die zeigt vier unterschiedliche Varianten für den Albaufstieg von der B19 im Kochertal zur Anschlussstelle der A7 auf dem Härtsfeld. Ortsvorsteher Florian Stütz und die Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Unterkochen haben die Karte mit den Trassenvorschlägen jetzt Oberbürgermeister Frederick Brütting während der Sitzung überreicht. 

OB Brütting hat bekanntlich die Diskussion um den Albaufstieg von Neuem angestoßen. Daran erinnert eingangs auch Ortsvorsteher Florian Stütz. Nach einer Bürgerbeteiligung soll Ende dieses Jahres eine bevorzugte Trasse für den Albaufstieg feststehen. Diesem Prozess hat Brütting größte Transparenz zugesichert. Jetzt haben Ortschaftsrat und die Bürgerinitiative (BI) Unterkochen mit einer Karte einen weiteren, wichtigen Schritt dazu beigetragen. Wenn auch im Anschluss an die Übergabe keine inhaltliche Bewertung der vier Trassenvarianten stattfand und auch keine Vorzugsvariante benannt wurde.

„Im Ortschaftsrat hat jeder eine Idee für eine Aufstiegsvariante äußern können“, sagt Florian Stütz. Diese Sammlung sei nach einem intensiven Austausch mit der BI in das vorliegende Kartenwerk eingeflossen, verweist der Unterkochener Ortsvorsteher auf den überreichten Plan. Ergänzend hat die BI ein Positionspapier verfasst und dem OB überreicht. „Unser Ziel ist es, die  Karte mit ihren jetzt vier Varianten ins Findungsverfahren einzubringen“, erläutert der Unterkochener Ortsvorsteher, wie es mit der Sammlung der Vorschläge aus dem Ortschaftsrat weiter geht. 

Das sind die vier Varianten, die auf der Karte verzeichnet sind: 

Zwei nördliche Varianten: Die beiden möglichen nördlichen Linienführungen überbrücken die Tallage mit dem Härtsfeld in nächster Nähe zu Unterkochen und zum bisherigen Albaufstieg. Eine Lösung sieht einen Tunnel nördlich am Zwerenberg vor, die andere ist in „offener Bauweise“ eingezeichnet. 

Zwei südliche Varianten:  Die südliche Linienführung kann ebenfalls sowohl offen als auch über eine Tunnellösung erfolgen. Die offene Variante führt am Römerkeller entlang, die mit Tunnel am südlichen Teil des Zwerenbergs.

OB: „vermeiden und verlagern“

Oberbürgermeister Frederick Brütting stieg mit dem Verweis ins Thema ein, dass der Gemeinderat den Prozess angestoßen und den Planungsauftrag erweitert habe. Nun gehe es um die Trassendiskussion aber auch darum, zu klären, wie man Verkehr vermeiden und auf andere Verkehrsmittel verlagern könne und wie ein Beitrag zur  Klimaneutralität Aalens gelinge.

Externe Moderation

Um den gesamten Findungsprozess so transparent wie möglich zu machen, will Brütting eine externe Moderation. „Wir führen dazu bereits Gespräche mit der Aalener Hochschule“, so das Stadtoberhaupt. Zudem soll ein ebenfalls externes Planungsbüro die eigentliche Straßenplanung übernehmen und die Trassenvorschläge bewerten. Einen kreativen Akt sieht der OB darin, auch verkehrliche Alternativen zu schaffen: Wie gelinge es, den Verkehr auf andere „Verkehrsträger“ zu bringen und wie gelinge es, insgesamt weniger Verkehr zu produzieren. 

Nachbarn beteiligen

Bereits begonnen habe, so Brütting, die Ideenfindung aus der Bürgerschaft und der Beteiligungsprozess. Es habe einen Austausch mit der BI und eine „Einladung für Oberkochen, sich zu beteiligen“ gegeben. „Wir wollen aber auch die weiteren Nachbarn und Fachverbände zu Wort kommen lassen“, erläutert er und nennt konkret auch Königsbronn und Heidenheim. Der Prozess sei mit dem Regierungspräsidium (RP) abgestimmt – bei dem auch die Planung liege. Im Zusammenhang mit dem RP nennt Brütting auch die Kochertalbrücke. Es mache Sinn, deren Sanierung oder Neubau in Zusammenhang mit der künftigen Albaufstiegstrasse zu sehen.

Brütting betont am Ende, keine Favoriten zu benennen zu wollen und spricht von einem historisch wichtigen Prozess.

Höherstufung der L 1084: Das Regierungspräsidium, so der OB, werde am 1. April die Ebnater Umfahrung bis zur Anschlussstelle Ebnat-West zur B 29a hochstufen. Die Steige selbst bleibe aber Landstraße. „Das nimmt uns den zeitlichen Druck“, sagt Brütting mit Blick auf die Planung.

Im Ortschaftsrat hat jeder eine Idee für eine Aufstiegsvariante äußern können.“

Florian Stütz, Ortsvorsteher

Mehr zum Thema Albaufstieg

Albaufstieg: Unterkochener sauer auf Oberkochener

RP: Ebnater Steige wird nicht zur B29a

Albaufstieg: was bisher geschah

Übergabe der Karte mit Varianten zum Albaufstieg im Unterkochener Ortschaftsrat. Im Bild von links Rochus Honold, Heidrun Holzwarth, Dr. Wolfgang Fähnle, Julia Kümmel (alle BI), OB Frederick Brütting und Ortsvorsteher Florian Stütz.
Trassenvarianten für den Albaufstieg

Zurück zur Übersicht: Unterkochen

Mehr zum Thema

Kommentare