Albaufstieg: Unterkochener sauer auf Oberkochener

+
Viele Unterkochener wünschen sich eine alterative Albaufstiegstrasse zur Ebnater Steige.

Karl Maier und Guntram Kottwitz von der Bürgerinitiative kritisieren Martin Balle und Peter Traub.

Aalen-Unterkochen. Über Äußerungen von Oberkochens Stadtrat Martin Balle und Bürgermeister Peter Traub zum Albaufstieg ist die Bürgerinitiative (BI) „Albaufstieg-Südzubringer“ empört. Beim Gesprächsabend der BI sei man sich einig gewesen, dass eine Aufstiegstrasse zur A 7, die ortsfern zu Unterkochen liegt, erfolgversprechend sei. Erschüttert sei man über die jüngste Aussage des Oberkochener CDU-Stadtrates Martin Balle, dass eine Trasse, die über Gemarkung Oberkochen führe, abzulehnen sei.

„Mit dieser haltlosen Position gießt Herr Balle am Beginn von Alternativ-Untersuchungen beziehungsweise Vorschlägen bereits Öl ins Feuer“, so die BI-Sprecher Karl Maier und Guntram Kottwitz. Dabei sei augenscheinlich, dass die Industrieansiedlung in Oberkochen und Ebnat, die die BI nicht kritisieren wolle, für die steigende Verkehrsbelastung für Unterkochens Bürgerschaft mitverantwortlich ist.

„Wenn wir also“, so Karl Maier und Guntram Kottwitz, „eine neue und bürgerverantwortbare regionale verkehrliche Mobilitäts- und Verantwortungsstruktur entwickeln wollen, ist Gemeinsamkeit gefordert und nicht das abschießen von „Giftpfeilen.“ Die BI und mit ihr Aalens OB Frederick Brütting würden Brücken bauen wollen und keine Mauern aufstellen.

Daher könne die BI auch nicht nachvollziehen, dass Peter Traub sagt, Aalens OB würde ein Fass aufmachen, das schon zu war. Die BI erinnert daran, dass Peter Traub das Positionspapier für einen Mobilitätspakt Aalen und Heidenheim mitunterschrieben hat, wo es heißt: „Ein verkehrliches Zukunftskonzept soll unter Wegfall von Denkverboten ganz neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen“.

Die BI erwartet, dass der vierspurige Ausbau der B29 bei Essingen zu mehr Verkehr hin zur Autobahn und damit zu mehr Verkehr durch Unterkochen sorgt. „Die verkehrliche Entlastung und damit eine Ortsumfahrung Unterkochens muss als politischer Auftrag umgesetzt und verstanden werden, damit die stiefmütterliche Behandlung endlich in der untersten Schublade verschwindet“, fordert die BI.

Mehr zum Thema:

Albaufstieg: was bisher geschah

Zurück zur Übersicht: Unterkochen

Mehr zum Thema

Kommentare