Bürgerinitiative Albaufstieg zweifelt am Schulterschluss

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Der bisherige Albaufstieg von Unterkochen aus, die Ebnater Steige.

Die Unterkochener BI kritisiert die Aussage von Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Aalen-Unterkochen. In ihrer letzen Sitzung in diesem Jahr befasste sich die Bürgerinitiative (BI) „Albaufstieg/Südzubringer“ von Unterkochen mit alternativen Aufstiegsmöglichkeiten von der Tallage B19 zur Autobahn A7 und der Freigabe der Nordumfahrung von Ebnat.

Die Unterkochener BI beglückwünscht die Ebnater Bürger, die jetzt mit der Eröffnung der Nordumfahrung vom Durchgangsverkehr von nicht weniger als 12 000 Fahrzeugen täglich entlastet werden.

Doch: „Verschiedene Aussagen einiger Protagonisten bei dieser feierlichen Verkehrsfreigabe haben bei der BI große Verwunderung ausgelöst“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. So etwa habe Regierungspräsident Wolfgang Reimer zu der von OB Brütting angestoßenen Trassendebatte 2022 gesagt, er hoffe, dass man sich auf eine „kluge Trasse“ einigen könne. Und im gleichen Atemzug warnte er und sagte: „Man soll sich aber keine Illusionen machen.“

Diese Aussage stößt bei der BI, die seit über 40 Jahre leidenschaftlich für eine Unterkochener Ortsumfahrung kämpft, auf Unverständnis . Und so fragt sich die BI und Bürgerschaft, ob mit dieser Äußerung die Tür für eine ergebnisoffene Trassenfindung, Bürgerbeteiligung und Entscheidung 2022 noch offen, oder bereits zugeschlagen ist; und ob die Entscheidung einer Aufstiegsvariante vom RP und Verkehrsministerium längst in der Schublade liegt.

Darüber hinaus ist für die BI das Verhalten des Ebnater Ortsvorstehers geradezu widersinnig, wie er sich öffentlich gegen eine Unterkochener Ortsumfahrung positioniert und sich damit außerhalb eines breiten verantwortbaren regionalen Schulterschlusses stellt.

Die BI, so heißt es weiter, sehe mit großer Sorge, wie der durch die Industrieansiedlung und die Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus Essingen-Aalen zunehmende Quellverkehr mit einer Verkehrs-Prognostizierung von über 40 000 Fahrzeugen täglich zurecht kommen wird.

„Ein Großteil dieser Bugwelle wird zweifelsfrei zur Autobahn A7 fahren und daher ist eine regional notwendige Aufstiegstrasse mit einer Unterkochener Ortsumfahrung zwingend erforderlich“, schreibt die BI. Dabei wolle Unterkochen keine „Extrawurst“, sondern lediglich eine Gleichbehandlung mit den Gemeinden, die ebenfalls durch starken innerörtlichen Durchgangsverkehr eine Ortsumfahrung fordern und geltend machen.

Die BI stütze sich auf eine Aussage des Verkehrsministers Hermann, der auf dem Mobilitäts-Kongress am 22. Januar 2019 sagte: „Alle Ortschaften, die mehr als 10 000 Fahrzeuge täglich erdulden müssen, haben ein Recht auf eine Ortsumfahrung.“

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