Bürgerinitiative sauer auf Schludi

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Die Kreuzung am "Schützen" in Unterkochen.

In der Diskussion wird erneut die Forderung nach einer Ortsumgehung für Unterkochen laut.

Aalen-Unterkochen. Der Kreisel-Bau am „Schützen“ in Unterkochen, der mögliche Ausbau der L 1084 - Ebnater Steige, Alternativen zur Verkehrspolitik sowie die jüngsten Stellungnahmen der Fraktionsvorsitzenden im Aalener Gemeinderat bestimmten die Diskussion der Bürgerinitiative (BI) „Albaufstieg Südzubringer“ in ihrem Monatsgespräch.

Die Mitglieder und langjährigen Sprecher der Bürgerinitiative, Karl Maier und Guntram Kottwitz, waren sich einig, „dass wir heute die Weichen für mehr Mobilität und weniger Verkehr stellen müssen“. Dabei sei es das gute Recht der Bürgerschaft, ihre Stimme zu erheben, um von der Politik und den Verantwortlichen eine nachhaltige Mobilität mit weniger Auto - mit weniger Abgasen, CO2 und Lärm zu erhalten. In einer Pressemitteilung legen Maier und Kottwitz nochmals die Ein- und Auspendlerzahlen für Aalen und Oberkochen dar sowie die prognostizierten Verkehrszahlen für die B29 nach dem vierspurigen Ausbau bei Essingen.

Vor diesem Hintergrund laute der nachdrückliche Appell der BI, dass auch die Stadt Oberkochen sich nicht länger einer Unterkochener Ortsumfahrung zwischen beiden Orten verschließen dürfe. Unverständnis und scharfe Zurückweisung löste die Presseäußerung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hermann Schludi aus, der sinngemäß sagte: Der Kreisel-Bau sei eine dringende Baumaßnahme und werde nur von Einzelnen mit dem Ausbau der Ebnater Steige in Verbindung gebracht, um dadurch Ängste in der Unterkochener Bevölkerung zu schüren.

Die BI protestiert massiv dagegen: über 1600 Unterschriften und Bürgerproteste von Unterkochen seien gegen einen Kreisel und gegen den Ausbau der L 1084 / Ebnater Steige, das sei deutlich. In der BI hieß es, der Fraktionsvorsitzende habe sich „mit seiner saftlosen und snobistischen Äußerung selbst die Rote Karte gezogen und sich ins Abseits gestellt“. Seit über einem Jahr seien Machbarkeitsuntersuchungen und Linienfeststellungsverfahren zu einer Ortsumfahrung abgeschlossen. Die BI erwarte, dass diese „in einer zeitnahen Bürgerversammlung vorgestellt werden“.

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