Ergreifendes für den Frieden

+
Modernes religiöses Liedgut und Segenslieder intonierte Capella Nova in der Wallfahrtskirche Unterkochen.

Der Chor Capella Nova sang in der Wallfahrtskirche Unterkochen für den Frieden in der Ukraine. Was die über 300 Besucher geboten bekamen.

Aalen-Unterkochen. Nachdem Corona seit zweieinhalb Jahren alle großen Konzerte verhindert hatte, konnte Cappella Nova am Sonntag wieder einen stolzen Auftritt mit über 300 Besuchern in der Wallfahrtskirche Unterkochen absolvieren. Chordirektor Ralph Häcker hatte einen imponierenden Querschnitt aus dem reichhaltigen Repertoire zusammengestellt. Das Benefizkonzert kam der Ukraine-Hilfe zugute.

Am Anfang stand der Lobpreis mit dem sechsstimmigen „Deo dicamus gratias“ von Homilius. Etwa 40 Sängerinnen und Sänger füllten das weiträumige Gotteshaus mit prächtigem Chorklang. Strahlende Soprane, samtene Altstimmen, leuchtende Tenöre und kräftige Bässe formten einen homogenen Klangkörper, den Ralph Häcker inspirierend und sicher steuerte.

Ein großer Teil des Programms war dem modernen religiösen Liedgut gewidmet. Allein sieben dieser Lieder stammten von dem Engländer John Rutter, der den sakralen Klang mit zeitgemäßen Rhythmen und Texten erfolgreich zu verbinden verstand. Unter den weiteren modernen spirituellen Gesängen ragte das ergreifende Bonhoeffer-Lied „Von guten Mächten“ heraus, das von dem bekannten Aalener Chorleiter Peter Kuhn ansprechend arrangiert wurde.

Nicht fehlen durften in der Wallfahrtskirche Unterkochen die Marienlieder. Eindrucksvoll erklangen das Ave Maria von Rachmaninow und das Ave regina coelorum von Josef Rheinberger. Die Krönung stellte jedoch das achtstimmige Ave maris stella von Edvard Grieg dar, der weithin leuchtende Meeresstern, den der Chor anschaulich interpretierte. Für die sakrale Stimmung des marianischen Teils und des ganzen Programms sorgten die Instrumentalisten Simone Häcker-Brune, Monika Hirschle und Dirk Häcker, Klavier und Stefan Schäffauer. Flöte.

Zu Herzen gingen die vielfältigen Segenslieder, die der Bitte um Frieden für das kriegsgepeinigte ukrainische Volk gewidmet waren. Das Spektrum reichte von John Rutters „The Lord bless you and keep you – der Herr segne und behüte dich“ bis zu Mendelssohns „Herr nun läßest du deinen Diener in Frieden scheiden“. In die faszinierende Welt der Spirituals entführte am Schluß das „O happy day“ von Edwin R. Hawkins, vom Chor und dem Solo singenden Dirigenten packend interpretiert. Das Publikum dankte mit starkem Applaus und stehenden Ovationen. Erwin Müller-Klenk

Zurück zur Übersicht: Unterkochen

Kommentare