Feuerwache Unterkochen: Baubeginn Ende 2022

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Die neue Feuerwache in Unterkochen.
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In dem kompakten Gebäude in Holzbauweise sind nun doch keine Wohnungen vorgesehen.

Aalen-Unterkochen. Läuft alles glatt, dann könnte der Baubeschluss für die neue Unterkochener Feuerwache im Frühjahr kommenden Jahres gefasst werden und der Spatenstich im letzten Quartal 2022 erfolgen.

Mit dieser Botschaft kam Wolfgang Balle von der städtischen Gebäudewirtschaft in die jüngste Sitzung des Unterkochener Ortschaftsrats. Mitgebracht hatte er die sogenannte Vorentwurfsplanung der neuen Feuerwache. Also den ersten grundsätzlichen und im Schulterschluss mit dem städtischen Feuerwehrkommandanten Kai Niedziella und dem Unterkochener Abteilungsleiter Stephan Stütz entwickelten Gebäudeplan. Für den Bau werde aktuell noch eine Investition in Höhe von vier Millionen Euro angenommen. Indes: Aufgrund der enormen Preissteigerung in der Baubranche werde dieser Ansatz nicht ausreichen.

Auf der relativ begrenzten Fläche an der Ecke Aalener Straße/Wöhrstraße gegenüber der alten Dorfmühle soll ein kompakt-schlichtes zweigeschossiges Gebäude – größtenteils in Holzbau – entstehen. Balle betonte die klimaneutrale und nachhaltige Bauweise, die unter anderem begrünte Dachflächen und Photovoltaikelemente auf dem Dach sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Wärmegewinnung vorsieht.

Eine Planungsänderung

Gegenüber der ursprünglichen Planung, so Balle, wird die Alarmausfahrt ebenfalls wie die Ab- und Zufahrt zur neuen Feuerwache über den neuen Kreisverkehr erfolgen. Die Brücke über den Kocher müsse deshalb großzügiger gebaut werden. Gegen die ursprünglich geplante Alarmausfahrt Richtung Bahnübergang Wöhrstraße hatte die Bahn laut Balle ihr Veto eingelegt.

Im Erdgeschoss befinden sich die Fahrzeughalle mit vier Fahrzeugboxen samt Werkstatt; Sanitär-, Spind- und Umkleideräume für die Einsatzkräfte sowie Kommandoraum und Besprechungsraum.

Im Obergeschoss untergebracht sind Schulungsraum, Bereitschaftsraum mit Küchenbereich sowie ein Aufenthaltsraum für die Jugendlichen. Balle: „Das Dach der Fahrzeughalle kann sowohl als Dachterrasse, als auch für Einsatzübungen genutzt werden.“

Kai Niedziella, seit knapp 20 Jahren Feuerwehrkommandant in Aalen, lobte das „tolle Projekt“.

Anton Funk (CDU) hob den Synergieeffekt für das gesamte Quartier als eine „super Sache“ hervor: „Der Kocher wird renaturiert und die Verkehrsführung verbessert. Der Kreisverkehr, der dort entsteht, wird der unkritischste in Unterkochen.“

Alexander Asbrock (Grüne) erachtet als problematisch, dass durch die Bebauung ortskernnahe Parkplätze wegfallen. Und er erkundigte sich, warum in der aktualisierten Planung keine Wohnungen mehr für Einsatzkräfte vorgesehen sind in einem Obergeschoss der neuen Feuerwache. Niedziella berichtete, was er aus Gesprächen mit der Stadt Aalen weiß: Der Außenlärmpegel durch den nahen Verkehr, durch die Bahn und Gewerbebetriebe sei zu hoch und damit nicht in Einklang zu bringen mit neuen Wohnungen. Das habe ein Lärmschutzgutachten ergeben.

Die Ortschaftsräte geben eine einstimmige Empfehlung an den Bauausschuss des Aalener Gemeinderats, der am 7. Dezember über die Vorentwurfsplanung für die neue Feuerwache entscheiden wird.

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