Ja zum neuen Feuerwehrhaus für Unterkochen

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Rechts die Dorfmühle, links auf dem zurzeit als Parkplatz genutzten Gelände wird das neue Feuerwehrhaus in Unterkochen entstehen. Foto: Peter Hageneder
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Gemeinderat beschließt einstimmig das 5,95 Millionen Euro teure Projekt. Was geplant ist und wie die Aalener Straße damit ihr Gesicht verändert.

Aalen-Unterkochen

Der Aalener Gemeinderat hat am Donnerstag den Neubau des Feuerwehrhauses in Unterkochen beschlossen. „Ein wichtiger Schritt für die Feuerwehr und für Unterkochen“, kommentierte OB Frederick Brütting die einstimmige Entscheidung für das 5,95 Millionen Euro teure Projekt. Es wird das jetzige, in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in der Aalener Straße, Höhe Einmündung Ebnater Steige ersetzen. Der Standort und das Gebäude dort seien „unbefriedigend“, so Baubürgermeister Wolfgang Steidle. Schon im Feuerwehrbedarfsplan 2017 habe man festgeschrieben, eine Alternative zu suchen.

Das Architekturbüro Liebel wird nun in die weitere Planung einsteigen, bis Jahresende sollen die Hauptgewerke vergeben werden. Baubeginn könnte im Frühjahr nächsten Jahres sein.

Die Lage: Platziert wird das neue Feuerwehrhaus an der Aalener Straße/Ecke Wöhrstraße, zwischen der Bahnlinie im Westen und dem Weißen Kocher im Osten. Ein neuer, großzügig dimensionierter Kreisel in diesem Bereich der Aalener Straße wird das künftige Gelände mit einem Arm über den Weißen Kocher hinweg erschließen.

Das Gebäude: ein kompakter, rechteckiger Baukörper in Holzbauweise, 40 Meter lang, 20 Meter breit, ausgerichtet parallel zur Bahnlinie.

Ökologisch gebaut nach modernstem Standard, stellte Baubürgermeister Wolfgang Steidle in der Gemeinderatssitzung vor: 200 Kubikmeter umbauter Raum, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung.

Laut Sitzungsvorlage ist im Erdgeschoss die eingeschossige Fahrzeughalle mit vier Boxen vorgesehen. Auf dieser Ebene direkt angegliedert sind WC, Dusch- und Schleusenbereiche für die Einsatzkräfte, Einsatzmittellagerräume und Werkstatt.

Über ein Treppenhaus geht es ins Obergeschoss mit Schulungsraum, Bereitschafts- und Aufenthaltsräumen mit Küchenbereich. Die Grundrisse wurden mit dem Kommandanten der Feuerwehrabteilung Unterkochen, Stephan Stütz, und dem Kommandanten der Aalener Gesamtwehr, Kai Niedziella, abgestimmt.

Kosten: Kalkuliert sind jetzt 5,95 Millionen Euro. Beim Grundsatzbeschluss vor zweieinhalb Jahren ging man auf der Grundlage vergleichbarer Projekte noch von rund vier Millionen Euro aus. Baubürgermeister Steidle bekannte: „Wir tun uns schwer, die genauen Kosten vorherzusagen.“ Angesichts laufender Kostensteigerungen auf dem Bau werde die Verwaltung sicherheitshalber einen Puffer von zehn Prozent, also 600 000 Euro, für den Haushalt 2023 anmelden.

Zuschüsse: Das Land fördert den Neubau mit 230 000 Euro. Die Verwaltung bemüht sich darüber hinaus, das neue Feuerwehrhaus als „innovativen Holzbau“ im Landesförderprogramm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterzubringen. Das könnte sich buchstäblich auszahlen: Wenn's klappt, würden bis zu 400 000 Euro weitere Zuschüsse ins Stadtsäckel fließen.

So soll das neue Feuerwehrhaus aussehen: Hier die Ansicht von Süden her. Der Treppenhausturm rechts überragt das Gebäude um drei Meter und kann auch als Übungsturm dienen. Grafik: Stadt Aalen

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