Kritik aus Unterkochen an den Kreisverkehrs-Plänen

  • Weitere
    schließen
+
Die Kreuzung an der Straße in Richtung Ebnat soll zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden.
  • schließen

Der Aalener Gemeinderat entscheidet am Donnerstag, wie es mit dem Kreuzungsbereich in Richtung Ebnat weitergeht. Es gibt Gegenwind.

Aalen-Unterkochen

Ein Kreisverkehr im Bereich der Heidenheimer und der Ebnater Straße: Dafür soll der Aalener Gemeinderat am Donnerstag den Weg frei machen. Der Unterkochener Ortschaftsrat hat sich bereits dafür ausgesprochen. Jetzt steht das Thema „Kreuzungsbereich Heidenheimer und Ebnater Straße“ im Gemeinderat zur Entscheidung an.

Allerdings gibt es in Unterkochen Kritik an dem Vorhaben. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am Donnerstag meldet sich Wolfgang Fähnle, Sprecher einer Bürgerinitiative in Unterkochen, zu Wort. Konkret kritisiert er, dass der Kreisverkehr zu groß ist, so wie er von der Stadtverwaltung vorgeschlagen wird. Sollte dieser allein dem Ziel dienen, den innerörtlichen Verkehr aufzunehmen, müsste dieser „deutlich kleiner“ sein. Fähnle und seine Mitstreiter vermuten aber, dass der Kreisel deswegen so groß dimensioniert ist, weil er auch als Zubringer für eine zur B-29a ausgebaute Steige hinauf nach Ebnat dienen soll. Einen Ausbau, den Fähnle und seine Bürgerinitiative seit Jahren ablehnen. Fähnle nennt als Argumente, dass sich durch einen solchen Ausbau der Steige die Lärmsituation zum Schlechten verändern würde. Auch müssten die Anwohner unter mehr Abgasen leiden: „Menschen bezahlen das mit ihrer Gesundheit“, sagt er. Zudem würde sich der Ausbau negativ auf die innerörtlichen Verkehrsbeziehungen auswirken. Wohnstraßen würden stärker belastet, es entstünden Gefahrenquellen und auch längere Strecken. Es gebe Risiken für Behinderte, Fußgänger und Radfahrer. Auch sei eine Entwicklung Unterkochens schlechter möglich, und es gäbe Einschränkungen für den Ortsverkehr. Fähnle sieht eine „deutliche Verschlechterung der Situation für Unterkochen“. Nach wie vor werde in Unterkochen die Entscheidung des Ausbaus der Steige als „der größte Unterkochener Fehler“ angesehen, zumal man den Bürgern in früheren Jahren einen Südzubringer zugesagt habe.

Die Stadt verfolgt mit der Umgestaltung der Kreuzung zum Kreisverkehr laut der Entscheidungsvorlage für die Sitzung am Donnerstag folgende Ziele: Verbesserungen bei den Verkehrsabläufen „durch größere Sicherheit sowie Erhöhung der Leistungsfähigkeit und des Verkehrsflusses“, die Schaffung von sicheren Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger, die Schaffung der Barrierefreiheit aller Übergänge, die Verbesserungen und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV durch Neugestaltung der Bushaltestellen und „die Gestaltung eines attraktiven Ortseinganges mit guter Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes und der angrenzenden Grünflächen, auch unter Berücksichtigung des Blickes hoch zum Kirchberg“.

Die Sitzung am Donnerstag wird für Besucherinnen und Besucher in den großen Sitzungssaal des Aalener Rathauses übertragen und beginnt um 15 Uhr.

Menschen bezahlen das mit ihrer Gesundheit.“

Dr. Wolfgang Fähnle, Bürgerinitiative Unterkochen

Zurück zur Übersicht: Unterkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL