Ortsumgehung: Schulterschluss in Unterkochen

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Die Kreuzung an der Straße in Richtung Ebnat sollte zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden. Die Pläne sind nun erstmal vom Tisch.

Ortschaftsräte und Bürgerinitiativen fordern gemeinsam eine Ortsumgehung.

Aalen-Unterkochen. Im Vorfeld der Ortschaftsratssitzung am kommenden Montag geben die BI Unterkochen und der Ortschaftsrat Unterkochen eine gemeinsame Erklärung heraus. In dieser fordern Ortschaftsräte und Bürgerinitiativen gemeinsam eine Ortsumgehung.

Im Hinblick auf die Ortschaftsratssitzung hatte Ortsvorsteher Florian Stütz die Ortschaftsräte und die Vertreter der Bürgerinitiativen Unterkochen zu einem Informationsgespräch zum Thema Albaufstieg eingeladen.

Das Treffen sei schon lange Wunsch der Bürgerinitiativen gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Durch die Entscheidung von OB Brütting, das Thema Albaufstieg nochmals grundsätzlich neu anzugehen, kam dem Treffen eine besondere Bedeutung zu. Die Tatsache, dass sowohl alle im Ortschaftsrat vertretenen Parteien als auch die Verantwortlichen der Bürgerinitiativen der Einladung gefolgt waren, zeige das Interesse an diesem Meinungsaustausch. Nach 40 Jahren ohne großen Fortschritt gelte es jetzt, Entscheidungen zu treffen und diese gemeinsam umzusetzen.

Bei einem lebhaften Gedankenaustausch wurden auch erste Trassenvorschläge diskutiert. Wie es in der Presseerklärung weiter heißt, konnten die Bürgerinitiativen über ihre eigenen, umfangreichen Trassenuntersuchungen berichten. Diese Vorarbeiten werden im Rahmen der Bürgerbeteiligung beraten werden.

Sowohl Dr. Fähnle als auch Ortsvorsteher Herr Stütz, die beide die Sitzung gemeinsam leiteten, sprachen in ihren Schlussworten von einem Schritt in die richtige Richtung. In Unterkochen wolle man in Sachen Albaufstieg künftig an einem Strang ziehen.

Der Unterkochener Ortschaftsrat tagt in öffentlicher Sitzung am Montag, 22. November, ab 17.30 Uhr in der Festhalle Unterkochen. Der Albaufstieg von der B19 zur A7 steht an siebter Stelle der Tagesordnung.

Die B29a, also der Aufstieg nach Ebnat, ist als Gesamtmaßnahme des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten und der Bau des ersten Teilabschnitts steht mit der Ortsumfahrung Ebnat bereits kurz vor der Fertigstellung. Zur Neuordnung der Verkehrssituation im Knoten Ebnater Steige/Heidenheimer Straße hat der Gemeinderat mit seinem Beschluss am 20. Mai dieses Jahres ein Bebauungsplanverfahren für einen Kreisverkehr eingeleitet. Für dessen Bau hat das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss in Höhe von 1,08 Millionen Euro bewilligt. Nach einem Votum des Ortschaftsrats Unterkochen Anfang Oktober dieses Jahres soll die Bebauungsplanung allerdings vorerst nicht fortgeführt werden.

Auf Initiative von Aalens OB Frederick Brütting wird der Kreisverkehr vorerst zurückgestellt. In einem offenen Beteiligungsprozess sollen Varianten für eine Linienführung der künftigen Albaufstiegstrasse gesammelt und bewertet werden. Im Rahmen von „mindestens zwei“ Einwohnerversammlungen“ will der OB die Bürgerschaft und die Öffentlichkeit aktiv in den Linienfindungsprozess mit einbeziehen.

Ziel des Prozesses sei, so geht es aus der Sitzungsvorlage hervor, bis Ende 2022 eine von der Mehrheit der Bürgerschaft, der Ortschaftsräte und des Gemeinderats mitgetragene richtlinienkonforme Trassenvorzugsvariante als Gesamtlösung und Planungsgrundlage für den Albaufstieg zu erarbeiten. UW

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