Papierfabrik Palm: Gerüche können nicht zugeordnet werden

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Papierfabrik Palm heute
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Anwohner haben vor einiger Zeit die Stuttgarter Regierungsbehörde eingeschaltet. Das ist der Stand der Ermittlungen.

Aalen-Unterkochen. Anwohner des Unterkochener Wohngebiets „Langäcker“ klagen seit Jahren über eine wiederkehrende Geruchsbelästigung. Da das Wohngebiet gegenüber der Firma Palm liegt, sind sie der Meinung, dass in der Papierfabrik die Ursache für die Geruchsemissionen zu finden sein muss.

Aus diesem Grund haben die Anwohner bereits vor längerer Zeit das Regierungspräsidium eingeschaltet. Hintergrund: Das Regierungspräsidium Stuttgart ist für die Firma Palm zuständig, da diese der europäischen Industrieemissionsrichtlinie untersteht. Auf Nachfrage der SchwäPo teilt das Regierungspräsidium den aktuellen Erkenntnisstand mit:

In Einzelfällen konnten die Ursachen für die Geruchsbelästigungen identifiziert werden. Die Firma Palm habe umgehend Maßnahmen zur Vermeidung ergriffen, heißt es aus Stuttgart. In anderen Fällen indes konnten die Ursachen nicht festgestellt werden. „Auch durch mehrere Vor-Ort-Begehungen durch Mitarbeitende des Regierungspräsidiums Stuttgart in den Jahren 2020 und 2021 auf dem Betriebsgelände der Firma Palm und im Wohngebiet der Beschwerdeführer konnten die beschriebenen Gerüche nicht verifiziert oder potentielle Quellen identifiziert werden“, teilt das Regierungspräsidium weiter mit.

Im aktuellen Jahr sei eine Umweltmeldung eingegangen. „Auch da konnte die Firma Palm nicht als Verursacherin der berichteten Geruchswahrnehmungen ermittelt werden“, so das Regierungspräsidium. Es habe kein Bezug zur Firma Palm festgestellt werden können. Daher sei die Umweltmeldung an das Landratsamt zur Prüfung von möglichen anderen Emissionsquellen weitergeleitet worden.

Die Ergebnisse des Regierungspräsidiums, so heißt es weiter, wurden den jeweiligen Beschwerdeführern im Einzelfall erläutert. Sofern die Geruchswahrnehmungen der Papierfabrik nicht zugeordnet werden konnten, seien die Beschwerdeführer an das Landratsamt verwiesen worden. Es werde jedoch weiterhin bei jeder im Regierungspräsidium eingehenden Beschwerde im Einzelnen geprüft, ob betriebliche Abläufe bei der Firma Palm ursächlich für die Geruchsemissionen sein können und ob Maßnahmen seitens der Firma Palm erforderlich seien. 

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