Papierfabrik Palm: Ortsrat Sieber moniert Geruch

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Einzelne Anwohner des Wohngebiets Langäcker geben vor, unter Geruchsbelästigungen der Papierfabrik Palm zu leiden.
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Anwohner der Langäcker beklagen sich seit Jahren. Nun macht Frank Sieber die Geruchsbelästigung erneut zum Thema im Ortschaftsrat. Was Firmenchef Dr. Wolfgang Palm sagt.

Aalen-Unterkochen.

Immer, wenn die Temperaturen draußen ansteigen, haben wir im Wohngebiet Langäcker gegenüber der Papierfabrik Palm ein Geruchsproblem“, stellte Grünen-Ortschaftsrat Frank Sieber in der jüngsten Ortschaftsratssitzung fest. Sieber wohnt gegenüber der Firma Palm in den Langäckern, und ist einer derjenigen, die einst Widerspruch eingelegt haben gegen den Papierfabrik-Neubau.

Seit Jahren, so Sieber, leiden die Anwohner unter der Geruchsbelästigung, die sich zeitweise gebessert habe, aber immer wieder auftrete. „Wir möchten, dass das Thema bekannt ist und die Aussagen der Anwohner nicht als unwahr dargestellt werden“, wandte sich Sieber an Ortsvorsteher Florian Stütz.

In der Tat wisse er von den jüngsten Vorfällen Mitte Februar und Anfang Mai, sagte Stütz. Seiner Erkenntnis nach trete die Geruchsbelästigung nur kurz und schwallartig auf. „Die Ursache ist bislang nicht geklärt.“ Wiederholt sei er, Stütz, ins Wohngebiet gefahren, nachdem ihn Anwohner informiert hatten. „Bis auf eine Ausnahme habe ich nichts gerochen.“

Auf SchwäPo-Nachfrage berichtet der Ortsvorsteher, dass Anwohner im vergangenen Jahr das Regierungspräsidium eingeschaltet hätten. „Dessen Vertreter waren mehrfach vor Ort, haben mit den Anwohnern gesprochen.“ Den Anwohnern habe man vorgeschlagen, Auftreten und Dauer dieser Geruchsbelästigungen zu dokumentieren. Um herauszufinden, ob der Geruch möglicherweise dann auftritt, wenn ein Produktionsprozess umgeschaltet wird. Die Firma Palm, betont Stütz weiter, sei nach wie vor sehr bemüht, die Ursache herauszufinden.

Im Gespräch mit der SchwäPo sagt Firmenchef Dr. Wolfgang Palm, dass der Rückbau der alten Papierfabrik noch nicht abgeschlossen sei, sondern bis in den Juli dieses Jahres hinein andauere. „Die neue Papiermaschine ist seit Juli 2021 in Betrieb. Wir befinden uns noch in der Umstellungsphase der Produktion. Aber nach meinem Dafürhalten bringt dieser Prozess keine Geruchsbelästigung mit sich.“ Um Ostern 2022 herum beispielsweise sei die neue Stoffaufbereitung in Betrieb gegangen. „Das sind eben Prozesse, die bei einer so langen und schwierigen Umstellung vom alten auf den neuen Betrieb anfallen.“ Ende August, so Palm, seien alle Maßnahmen auf dem Firmengelände abgeschlossen. Rechtzeitig zur Feier des 150-jährigen Bestehens der Papierfabrik Palm Ende September.

Einzelne Anwohner des Wohngebiets Langäcker geben vor, unter Geruchsbelästigungen der Papierfabrik Palm zu leiden.

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