Radtrasse: Vorschlag der Stadt abgelehnt

  • Weitere
    schließen

Rund 50 Zuhörer kommen zur Abstimmung im Ortschaftsrat. Dabei wird es kurz turbulent.

Aalen-Unterkochen. Die Diskussion um die "Schättere-Trasse" hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen, in den Ratsgremien und in der Öffentlichkeit. So waren am Montag rund 50 Zuhörer – viele von der BI "Pro Wandertrasse" – zur Unterkochener Ortschaftsratssitzung gekommen. Am Eingang hatten sie ein Plakat "Hände weg von der Trasse" aufgehängt. Als ein Mitglied der BI später vor der Abstimmung ein Plakat gegen die Öffnung der Trasse hochhielt, wies Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann darauf hin, dass das nicht gestattet sei.

Empfehlung der Verkehrsschau

Die Stadtverwaltung Aalen hatte vorgeschlagen, die Trasse nach den Sommerferien versuchsweise für den Zeitraum von sechs Wochen auch für Radfahrer zu öffnen. Für Radler sollte eine mäßige Geschwindigkeit gelten, mit einem Schild "Gehweg Radfahrer frei" sollte auf gegenseitige Rücksichtnahme hingewiesen werden. Nutzer sollten befragt und die Einhaltung der Regeln immer wieder kontrolliert werden. Auch die Verkehrsschau hatte die Freigabe empfohlen.

Allerdings: Alle Fraktionen des Unterkochener Gremiums sprachen sich gegen den Versuch aus. Ulrich Starz (CDU) sagte, dass Radfahrer, besonders E-Bike-Nutzer, seiner Meinung nach immer aggressiver fahren. Er sprach gar von einem "Versuch an Menschen", dem Spaziergänger. Der Weg sei für beide Nutzergruppen meist zu schmal.

Was die Ortsvorsteherin meint

Der Vorschlag der Stadt wurde mit 13 Neinstimmen abgelehnt. Ortsvorsteherin Heidi Matzik enthielt sich der Stimme. Im Nachhinein meinte sie zum Abstimmungsergebnis: "Der Ortschaftsrat hat richtig abgestimmt. Der jetzige Zustand der Strecke gibt eine Öffnung für Radfahrer nicht her."

Auch Karl Maier, der sprecher der BI, meldet sich nach der Abstimmung zu Wort. "Wir sollten dieses Kleinod erhalten, für den Tourismus, für die Spaziergänger." Man solle den Zustand so lassen wie er ist, sagte Maier, der seit 2012 für "Pro Wandertrasse" kämpft und die Trasse "nicht offiziell preisgeben". Es gebe andere Alternativen, etwa eine Sperrung der Waldhäuser Steige für Pkws am Wochenende.

je

Zurück zur Übersicht: Unterkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL