Schättere: Entscheidung fragwürdig

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Wie die BI "Hände weg von der Schättere-Trasse" den Beschluss, für Radler zu öffnen, bewertet.

Aalen-Unterkochen. Die Bürgerinitiative (BI) "Hände weg von der Schätteretrasse" kritisiert in einem Schreiben an die Redaktion die Entscheidung des Gemeinderatsausschusses, die Schättere-Trasse für Radlerinnen und Radler zu öffnen. Die BI findet das Verfahren "undemokratisch und fragwürdig".

"Es ist bedauerlich, dass ein Gremium des Gemeinderats Aalen eine Entscheidung gegen die Interessen der Menschen in Unterkochen trifft, für die die Wandertrasse eine hohe Relevanz hat", schreibt die BI weiter. Die Initiative bemängelt zudem, dass die Bevölkerung keine Gelegenheit hatte, Einwände vorzutragen. "In der Gemeindeordnung steht, dass bei wichtigen Planungen und Vorhaben der Gemeinde die Einwohner möglichst frühzeitig über Ziele und Auswirkungen unterrichtet werden müssen, um Gelegenheit zu Äußerungen zu ermöglichen", so die Mitteilung. Dies habe die Stadtverwaltung missachtet. "Politisch fragwürdig" sei die Behandlung des Themas aus Sicht der BI-Mitglieder.

Ein weiteres Problem laut Mitteilung: "Anerkannten Naturschutzvereinigungen ist keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden, wie es Vorschrift ist bei Eingriffen in ‘Natura 2000-Gebieten', um welches es sich bei der Schätteretrasse handelt." Dass die Stadtverwaltung und die Fachbehörden das Thema Flora/Fauna- und Vogelschutzgebiet "totschweigen ist ein Armutszeugnis ihres Verantwortungsgefühls" zur Erhaltung der wenigen Rückzugsgebiete unserer Natur, so die Mitteilung weiter.

Naturschutz und Fußgängerinteressen bekommen laut BI keine Stimme bei der Mehrheit des Ausschusses. Der vorgesehene Radverkehr widerspreche den festgelegten Maßnahmen zur Erhaltung des Schutzgebiets.

Die BI fordert nun unter anderem: Schaffung eines sicheren Radwegs und Ertüchtigung zusätzlicher Alternativ-Radwege zwischen Kochertal und Härtsfeld, kostenlose Radmitnahme im ÖPNV von bis zu zehn Rädern pro Bus, Anhörung von Naturschutzverbänden, keine Wegebaumaßnahmen im Schutzgebiet.

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