Unterkochen akzeptiert Radweg nicht

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Ortschaftsrat beantragt die Rückweisung des AUST-Beschlusses in seine Zuständigkeit.

Aalen-Unterkochen. Am Sonntag wurde die Natur rund um die Schätteretrasse mit einem Trauerzug durch Aalen symbolisch zu Grabe getragen. Mit Sarg und Trauerreden. Am Montagabend verabschiedeten Ortschaftsrätinnen und -räte in Unterkochen einstimmig die Resolution zur "Herbeiführung des Beschlusses des AUST bezüglich der Radwegeverbindung von Unterkochen auf das vordere Härtsfeld".

Der Ausschuss (AUST) hat im Oktober beschlossen, die Trasse für Radler freizugeben. Der Ortschaftsrat lehnt die Vorgehensweise des AUST auf "das Schärfste" ab, zitierte Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik aus dem Schreiben. Die Beschlussfassung ohne Vorberatung im Unterkochener Rat sei "nicht akzeptabel", so Matzik weiter. Der Rat "verwahrt sich für die Zukunft dagegen, dass nochmals derart über den Ortschaftsrat Unterkochen hinweg ein Beschluss gefasst wird, für dessen Behandlung er zuständig ist". Der Rat beantrage die Rückverweisung des Beschlusses zur Vorberatung nach Unterkochen. Die künftige Entscheidung dieser Angelegenheit müsse nach einer Empfehlung des Rates in Unterkochen "zwingend" durch den Gemeinderat und nicht den Ausschuss erfolgen, sagte die Ortsvorsteherin. Die Fraktionen schlossen sich dem an.

"Wir verstehen unter Demokratie nicht das, was über unsere Köpfe entschieden wurde", sagte Martina Lechner (SPD). Die CDU-Fraktion könne das Vorgehen nicht dulden, sagte Hans-Peter Stütz. "Das ist keine Wertschätzung unserer Arbeit." Für die Grünen ist der Beschluss, der im AUST gefasst wurde, ungültig und damit nicht zustande gekommen, wie Alexander Asbrock sagte. Die Problematik an der Schättere müsse gelöst werden, mit Bürgern und dem Ortschaftsrat.

"Ich verstehe Ihren Unmut", sagte Bürgermeister Wolfgang Steidle. Und: Die Stadtverwaltung prüfe, ob der Antrag der CDU-Fraktion überhaupt umgesetzt werden könne.

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