Unterkocher Rat wählt Florian Stütz

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Der designierte Ortsvorsteher von Unterkochen und Fraktionssprecher der Freien Wähler, Florian Stütz, sowie die scheidende Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik nach der Wahl.
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Die Ortschaftsräte des Aalener Stadtbezirks wählen den Fraktionssprecher der Freien Wähler zum Ortsvorsteherkandidaten mit elf zu drei Stimmen.

Aalen-Unterkochen

Es ist ein spannender Moment an diesem Montagabend in der Unterkochener Festhalle. Mehr als 20 Gäste sind zur Sitzung des Ortschaftsrats gekommen. Gewählt wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin von Ortsvorsteherin Heidi Matzik. Sie ist es auch, die das Ergebnis um kurz nach 18 Uhr bekannt gibt: "Florian Stütz ist mit elf zu drei Ja-Stimmen gewählt." Die Unterkochener Ortschaftsräte haben allerdings nur eine Vorschlagswahl für die Nachfolge der scheidenden Ortsvorsteherin. Die Entscheidung trifft letztendlich der Aalener Gemeinderat. Der folgt jedoch üblicherweise der Empfehlung der Ortschaftsräte.

Als Ortsvorsteherkandidat schlägt SPD-Fraktionsvorsitzende Martina Lechner Florian Stütz vor. "Für diese Position ist er der richtige Mann", sagt sie über den Fraktionssprecher der Freien Wähler und den seitherigen zweiten stellvertretenden Ortsvorsteher. Ein Gegenkandidat oder eine -kandidatin wird nicht benannt.

Zuvor hat Alexander Asbrock einen Antrag zur Geschäftsordnung gestellt. Der Grünen-Sprecher beantragt die Ausschreibung der Stelle des Ortsvorstehers im Stadtbezirk, die Einrichtung einer Findungskommission mit Fraktionsvertretern und die Vertagung des Tagesordnungspunktes.

Was steckt dahinter? Asbrock hebt zunächst die Bedeutung des großen Stadtteils Unterkochen hervor. Er erinnert an die höchsten Gewerbesteuerzahlungen der Vergangenheit und spricht von einem "wirtschaftsstarken Stadtteil mit hervorragenden Unternehmerpersönlichkeiten". Die Position der Ortsvorsteherin oder des Ortsvorstehers sei also die wichtigste Verwaltungsposition für die hiesigen Bürger. "Sie muss stark besetzt sein." Der künftige Ortsvorsteher müsse über ein "sehr ausreichendes Zeitbudget" verfügen und sich entsprechend für Unterkochen engagieren, umschreibt der Grünen-Chef die, wie er sagt, mit 1800 Euro dotierte ehrenamtliche Stelle. In bilateralen Gesprächen habe er erfahren, dass ein Kandidat für dieses Amt drei Stunden wöchentlich kalkuliere.

Ich werde die anstehenden Aufgaben immer zum Wohl der Bürger angehen.

Florian Stütz designierter Ortsvorsteher

Dann lässt Alexander Asbrock die Katze aus dem Sack: "Unsere Fraktion ist der Meinung, dass wir für das Amt des Ortsvorstehers oder der Ortsvorsteherin die Person aus Unterkochen finden wollen, die am besten für diese Position geeignet ist." Das bedeute, dass alle Optionen auf den Tisch gehörten. Auch ein potenzieller Ortsvorsteher, der nicht aus dem Rat, sondern aus der Bürgerschaft Unterkochens käme. Doch da Asbrock diese Möglichkeit wohl als unrealistisch einschätzt, schlägt er im gleichen Atemzug vor, den "Kandidatenpool" zu erweitern – um den für Matzik nachrückenden Matthias Zeller.

Ortsvorsteherin Heidi Matzik hält dagegen, dass ein Verschieben der Wahl nicht möglich sei, um die Abläufe und das auf 30. April beantragte Ende ihrer Amtszeit nicht zu gefährden.

So votieren elf Räte in geheimer Wahl für Florian Stütz; drei dagegen. Der gewählte Stütz dankt für das Vertrauen und sichert zu, "die anstehenden Aufgaben wie gewohnt und bisweilen auch anders anzugehen. Immer zum Wohl der Bürger".

Eingangs der Sitzung hat das Gremium dem Antrag Matziks auf Ausscheiden aus dem Ortschaftsrat sowie der Entlassung aus dem "Ehrenbeamtenverhältnis auf Zeit als Ortsvorsteherin" einmütig zugestimmt. Auch in diesen Fällen liegt die Entscheidung aber beim Gemeinderat.

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