Wie Unterkochen ans Klima angepasst werden soll

Klimaschutz und die Entwicklung Unterkochens waren Themen der jüngsten Sitzung.

Aalen-Unterkochen. Pia Mansel vom Stadtplanungsamt stellte im Ortschaftsrat Unterkochen das Standortkonzept für Freiflächen-Photovoltaik vor.

Es gebe zunehmend Anfragen von Investoren für Freiflächen-Photovoltaik, erklärte Mansel. Zwei bis drei Prozent der Flächen müssten Gemeinden für erneuerbare Energien bereitstellen. Dies sei für Aalen durch Windkraft bereits abgedeckt, aber die Energiewende erfordere weitere erneuerbare Energiequellen. In Tallage sei Unterkochen nicht so stark betroffen, erklärte Ortsvorsteher Florian Stütz, aber die Sache insgesamt komme ins Rollen. Stütz bat darum, die Interessen der betroffenen Landwirtschaft ins Kalkül zu nehmen. Stütz und Frank Sieber befürworteten es, große Gewerbeparkplätze in entsprechender Höhe mit Photovoltaik zu überdachen.

Hier gibt es Luft nach oben

Luft nach oben gibt es im Stadtbezirk Unterkochen bei Maßnahmen für die Innenentwicklung und der Modernisierung von Fassaden. Pia Mansel trug die Inhalte des städtischen Innenentwicklungs-Managements und die Anpassungen der Förderrichtlinien vor. Ziel sei, den Flächenverbrauch im Außenbereich zu reduzieren und damit Flächen für landwirtschaftliche Strukturen zu erhalten. Gerade einmal zwölf Anträge für umfassende Modernisierungen lägen aus dem Stadtbezirk Unterkochen vor. Erfreulich sei die Involvierung der Bürger beim Kommunikations- und Beteiligungskonzept, das von Juli bis September mit „Vor-Ort-Spaziergängen mit Werkstätten“ in den Stadtbezirken geplant ist. In Unterkochen findet dieser am 29. September von 17 Uhr bis 20 Uhr statt. Bereits 67 Anträge lägen aus Unterkochen vor. Claudia Maas bat darum, Themen der letztjährigen Begehung wie barrierefreie Bushaltestelle, Verbrauchermarkt oder auch die Parkplatz-Situation auf die Agenda des „Vor-Ort-Spaziergangs“ zu nehmen. Martina Lechner regte bezüglich der Innenentwicklung eine stärkere Information und Bürgerwerbung an. Alexander Asbrock forderte eine „permanente Plattform“ ein, die kontinuierlich ausgewertet werden müsse.

So richtig Luft nach oben gibt es bei der Modernisierung von Fassaden. Der Fördersatz beträgt 25 Prozent der förderfähigen Kosten, ist jedoch auf höchstens 5000 Euro pro Gebäude beschränkt. Fünf Maßnahmen seien in Unterkochen umgesetzt worden.

Klimaanpassung in Unterkochen

Der Ortschaftsrat beauftragte die Stadtverwaltung, ein räumliches Konzept zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung als Teil des Klimaaktionsplans auszuarbeiten. Ferner soll als Baustein für einen Klimaaktionsplan ein Förderantrag beim Land zur Erstellung eines Klimamobilitätsplans eingereicht werden. Rege war die Diskussion im Ortschaftsrat. Die Kardinalfrage: „Was kann in Unterkochen umgesetzt werden?“ Claudia Maas regte an, durch Trockenheit hervorgerufene Bodensenkungen in Hanglagen ins Visier zu nehmen. Es gebe „viele rote Flecken in Unterkochen“, meinte Alexander Asbrock. Besonders viel Wärme entstehe durch große Industrieanlagen. Man müsse überlegen, wie man mit der Abwärme von Großbetrieben umgehen kann. Der Ausbau der Ebnater Steige wurde thematisiert. Die Frage sei, was dies in Sachen Klimaschutz bringe. Man könne jede Planung bezüglich ihrer Auswirkungen berechnen, antwortete Maya Kothe, Leiterin des Umweltamts. Die Stadt werde ein Konzept für die Wärmeplanung entwickeln.

„Das Drehbuch für Unterkochen muss gefüllt werden“, sagte Asbrock. Damit meine er das Aufzeigen eines Nahwärmenetzes im Blick auf die Industriebetriebe. Hierfür brauche man Rückendeckung der Stadt. In Bezug auf „Solar-Parkplätze“ sah Asbrock „hohe Potenziale“ für die Industriebetrieb im Ort. ls

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