Kommentar Jürgen Steck

Unzufriedene überzeugen

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über die Landtagswahl

Obwohl er deutlich verloren hat, ist Winfried Mack doch der Sieger dieser Landtagswahl in Aalen. Er hat sich behauptet in schwerem Gelände: mit einer CDU, mit deren Corona-Politik viele Menschen nicht einverstanden sind. Aus deren Reihen kurz vor der Wahl skandalöse Bereicherungen bekannt wurden. Mit einer sperrigen Spitzenkandidatin. Und er hatte Dr. Franz-Josef Grill als Mitbewerber, der im konservativen Teich fischt. Dass Mack es dennoch geschafft hat, das kann er als Erfolg verbuchen. Was verstört, ist die große Zahl der offensichtlich Unzufriedenen: Fast 10 Prozent für die AfD, fast 10 Prozent für Dr. Franz-Josef Grill, dem es gelang, sich als Alternative anzubieten für diejenigen, die nicht die AfD wählen wollen, aber mit den Etablierten fremdeln. Und 36 Prozent, die gar nicht wählen gingen. Kein Wunder. Weil es der Politik derzeit nicht gelingt, Vertrauen zu gewinnen. Das muss wieder anders werden. Diese Unzufriedenen rasch zu überzeugen, durch zupackende, lösungsorientierte Politik: Das ist der Job. Sonst wird's düster bei der Bundestagswahl.

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