Guten Morgen

„Utepils“ – das besondere Bier

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Marcia Rottler

Marcia Rottler fehlen die Worte.

Im Deutschen gibt's ja eigentlich für alles ein Wort. Ganz nach der Devise: Umso länger, desto besser! Das längste der langen Wörter im Duden ist übrigens „Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung“. Auch das „Bundesausbildungsförderungsgesetz“ schafft es mit 33 Buchstaben in die Top Ten. Aber existiert wirklich für alles, für jede Tätigkeit, eine passende Bezeichnung im Deutschen? Nein. Nehmen wir das Biertrinken. Wer von A nach B geht, hat ein Wegbier dabei, klar. Was aber, wenn Bier einfach nur draußen in der Sonne getrunken wird? Fällt Ihnen ein Wort ein? Mir nicht. Gut, dass die Norweger einen Ausdruck dafür haben: „Utepils“ nennen sie den Genuss des Gerstensafts unter freiem Himmel. Gehören Sie zu den Menschen, die ein Buch kaufen, es dann aber nicht mehr anrühren? Im Japanischen wird dieses Phänomen „Tsundoku“ genannt. Und wer trotz vier Gängen und vollem Bauch noch Platz für etwas Süßes hat, hat einen Extramagen für Dessert, auf Japanisch „Betsubara“. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Mittwochmorgen und „Morgenfrisk“ – so nennen die Dänen einen Tag, der voller Tatendrang startet, ohne Brummschädel.

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