Guten Morgen:

Verfressene Meisen und faule Ü-10-Kater

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Dagmar Oltersdorf dot

Heute beginnt die Fastenzeit und ich denke darüber nach, ob ich das auch meinen gefiederten Freunden im Garten mal verklickere: weniger ist ab heute das neue Mehr. Denn seit Wochen komme ich kaum noch mit der Versorgungskette hinterher. Kein Supermarktbesuch, bei dem ich mir nicht kiloweise Sonnenblumenkerne aus dem Körnerregal in den Korb lege – Kohlmeisen sind gute Esser.

Bis zu 30 Prozent des Körpergewichtes kann so ein Meislein am Tag futtern. Nicht auszudenken, man selber müsste es ihr nachmachen – das wäre unbezahlbar, wir müssten wieder jagen gehen. Die Meisen aber sitzen an von mir gedeckten Tisch würdigen offenbar kälteresistente Mückenschwärme keines Blickes. Dabei könnten die Luftakrobaten ruhig mal zeigen, was sie so draufhaben. Mehr Fitness und viel Bewegung gehört ja schließlich auch zum Frühling. Wie bei der Meise ist das beim Ü-10-Kater aber noch nicht angekommen. Er dreht sich müde gähnend zur Seite, wenn die Vöglein vor ihm flattern. Er fastet dankenswerterweise. Meisen. Schon den ganzen Winter über.

 

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