Vhs lädt zur Wachtzeit am Limes

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Der Limesturm bei Rainau

Neues Projekt: Einladung zur Auseinandersetzung mit dem Grenzwall und dem antiken Leben.

Aalen. An diesem Mittwoch, 28. September, 18 Uhr, startet das Projekt „Wachtzeit“, eine Kooperation der Volkshochschule (Vhs) Aalen und des Limesmuseums Aalen. „Wir gehen gemeinsam neue Wege, um Aalener:innen einzuladen, sich mit dem Weltkulturerbe des Limes zu beschäftigen und gleichzeitig zu fragen, welche Rolle dieses Welterbe in unseren Identitäten spielt,“ erklärt Dr. Nicole Deufel, Leiterin der Vhs Aalen.

Den Auftakt zum Projekt macht Lamia Fetzer, Mitglied des Integrationsausschusses der Stadt Aalen und eine der Expertinnen, die das Projekt „Wachtzeit“ entwickelt haben. Unter dem Titel „Limes Sharing“ nimmt Lamia Fetzer an diesem Mittwoch Teilnehmende mit auf eine Erzählreise in ihre tunesische Heimatstadt Haidra. Auch dort führte nämlich der Limes entlang. Für Lamia Fetzer ist der Limes deshalb etwas Verbindendes: Sie hat ihn auch hier in ihrer deutschen Heimat Aalen vorgefunden.

Der Limes als verbindende Route ist der Leitgedanke des Projekts „Wachtzeit“. In den Sozialen Medien starten vier „Challenges“, die Menschen vor Ort in Aalen und global einladen, über „ihren“ Limes zu berichten: Wie sieht er aus? Wofür steht er? Welche Erinnerungen verbinden wir mit ihm? Wie erleben wir ihn heute?

Ab 17. Oktober dann startet die eigentliche Wachtzeit als eine Form der „Massenbeobachtung“. Aalenerinnen und Aalener sind eingeladen, entweder allein oder in einer begleiteten Gruppe an drei römischen Orten in und um Aalen eine Stunde zu verbringen und ihre Gedanken und Erfahrungen festzuhalten. Diese Erlebnisse können über die Sozialen Medien unter #wachtzeit oder direkt mit dem Projektteam unter info@vhs-aalen.de geteilt werden. Sie werden dann nach Abschluss der Wachtzeit am 31. Oktober vom britischen Film- und TV-Komponisten Mark Wardale in einem Musikstück interpretiert.

„Mit der „Wachtzeit“ begehen wir neue Wege zur Vermittlung der römischen Geschichte Aalens und der Grenzsituation am Rande des Imperiums. Anders als mit dem altbekannten Format der Führung wollen wir so neue Interessierte gewinnen, sich mit den Themen des antiken Lebens auseinanderzusetzen, die oft doch überraschend aktuell sind,“ erklärt Ermelinde Wudy, Museumspädagogin am Limesmuseum Aalen.

Mehr Infos: Auf der Projektwebsite www.wachtzeit.com gibt es Informationen zu den drei Beobachtungsorten und Anregungen, wie man die eigene Wachtzeit verbringen kann. Das Projekt wird gefördert über das Förderprogramm „Weiterkommen!“ des Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg.

Das Haidra-Tor in Tunesien, einst Teil des römischen Grenzwalls.

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