Geistliches Wort in der Coronakrise

Vom Corona-Blues

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Wer hatte nicht schon den Corona-Blues? Familie ist nett, aber wenn man sich ständig und ausschließlich sieht, gehen mir alle auf die Nerven. Selber kochen ist prima, dann gibt es immer das, was mir schmeckt, nur Essen gehen, Freunde treffen, etc.

Wer hatte nicht schon den Corona-Blues? Familie ist nett, aber wenn man sich ständig und ausschließlich sieht, gehen mir alle auf die Nerven. Selber kochen ist prima, dann gibt es immer das, was mir schmeckt, nur Essen gehen, Freunde treffen, etc. fehlt mir schon sehr. Übellaunig schleiche ich schon morgens ins Bad und bekomme die erste Pushnachricht zu Corona auf mein Handy, am PC dasselbe Spiel. Schlechte Nachrichten sind bekanntlich die Guten, weil sie mich gewaltig in Stimmung versetzen. Wut, Zorn, Enttäuschung und vieles mehr packt mich ständig. Ich habe gestern alle Pushnachrichten abgeschaltet und auch am PC alles gesperrt. Stattdessen hole ich mir regelmäßig schöne Bilder oder Musik, die meine Laune deutlich heben. Wie wäre es mit dem letzten Sommerurlaub in den Bergen, Bachs Chaconne von Gidon Kremer oder Drive von Joe Bonamassa? Seither bin ich deutlich entspannter, gut für mich und gut für meine Umwelt – Gott sei Dank!

Martin Keßler Seelsorger für Menschen in Not / Krankenhausseelsorger

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