Geistliches Wort in der Corona-Krise

Von einem kleinen Schmetterling

  • Weitere
    schließen

Letztens war ich mit meinem kleinen Sohn auf dem Wochenmarkt. Er hüpfte herum und sang "Schmetterling du kleines Ding" immer wieder vor sich hin.

Letztens war ich mit meinem kleinen Sohn auf dem Wochenmarkt. Er hüpfte herum und sang "Schmetterling du kleines Ding" immer wieder vor sich hin. Nur diesen einen Satz. "Schmetterling du kleines Ding".

Ein junger Mann, vielleicht 16, und seine Mutter gingen an uns vorbei, stimmten mit ein und beendeten die Strophe: "... such dir eine Tänzerin".

Wir sahen uns an und lachten gemeinsam. Das war irgendwie besonders. Nicht nur, weil ich jetzt endlich weiß, wie das Liedchen weitergeht, auch weil es da eine schöne Berührung gab.

Ganz kurz nur, unter drei Fremden. Und doch denke ich bis heute daran und muss lächeln.

Wir brauchen Berührungen. Nicht nur die physischen. Berührungen sind wie eine wärmende Decke. Sie verbinden uns und sie gehen tief unter die Haut – wenn wir sie lassen.

Karolina Tomanek Theologin und Mitarbeiterin der katholischen Betriebsseelsorge Aalen

Zurück zur Übersicht: Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL