Guten Morgen

Von wegen Taschentücher!

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Marie Enßle über lustige Trauungen in Zeiten von Corona

Heiraten in Corona-Zeiten ist so eine Sache. Im Standesamt darf das Brautpaar nur kurz zum Küssen die Maske abnehmen. Vor der Kirche verteilen die Trauzeugen Mund-Nasen-Masken für alle mit Datum und Name des Brautpaares – als Erinnerung an diesen besonderen Tag. In der Kirche bleiben Plätze leer. Nur die mit rotem Kleber sind für Besucher frei. Zudem wird nicht gesungen. Nur die Dame an der Orgel darf musizieren. Und trotz allem wird's ein schöner Gottesdienst. Der Pfarrer macht seine Sache gut und weist kurz vor der eigentlichen Trauung darauf hin, dass es jetzt emotional werde und Taschentücher nicht schaden könnten. Viele Hochzeitsgäste bekommen glasige Augen. Nur mein Nebensitzer grinst still und leise in sich hinein anstatt vor Rührung zu weinen. Weshalb? Das verrät er mir danach: Wegen der Corona-Maßnahmen blieben die Kirchentüren während der Trauung offen. Er habe im Nachbarhaus einen Umzug beobachtet, bei dem Möbelpacker mit Schrank im Treppenhaus steckenblieben.

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