Guten Morgen: Ulrike Wilpert über Knuddellaune, ausgelöst von einem städtischen Blitzer.

Vor Zuneigung zerschmolzen

+
ulrike wilpert
  • schließen

Ulrike Wilpert über Knuddellaune, ausgelöst von einem städtischen Blitzer.

Wann waren Sie zum letzten Mal so richtig in Knuddellaune? Für die, die mit dem Wort nichts anfangen können: Das ist, wenn man unaufgefordert und frei Haus Umarmungen verteilt; an jeden, der einem gerade über den Weg läuft: Verwandte, Bekannte, Freunde, und sogar an Fremde. Nun ist das ja gerade in Zeiten der Pandemie keine ratsame Übung. Abstand und so. Eineinhalb Meter und mehr. Da können sogar lange Arme schnell viel zu kurz sein. Was würden nun aber Sie tun, wenn Sie wochenlang der felsenfesten Überzeugung waren, „geblitzt“ worden zu sein, weil Sie gerade noch bei dunkelorange über die Ampel geflitzt sind. Dann aber erhellend erfahren: Nein, der Rotblitzer hat Sie nicht erwischt? Nun, um nicht vor lauter Glückshurra mit flügelweit ausgebreiteten Armen ins Leere zu laufen, habe ich in dieser Situation meinen bis dato wohlbehütet-betagten Schoko-Nikolaus geherzt. So lange, bis der Kopf ab war und der Rumpf zartschmelzend zwischen Zunge und Gaumen zerflossen ist. Ich meine: So viel süße Zuneigung am heutigen Weltknuddeltag muss erlaubt sein! Wen knuddeln Sie heute und warum? Schreiben Sie mir unter u.wilpert@sdz-medien.de. 

Zurück zur Übersicht: Aalen

Kommentare