Warten auf den Spatenstich in Ebnat

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Ortstermin in Ebnat. Am Krautgartenweg, dort wo künftig die Ortsumfahrung verläuft, gibt es viel Lob fürs Engagement und große Freude darüber, dass mit dem Bau der Straße bald begonnen wird.
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Der Baustart ist an diesem Dienstag im Aalener Teilort doch noch nicht erfolgt. Trotzdem gibt es Lob von allen Seiten. Wie es nun weitergeht.

Aalen-Ebnat

Alles ist vorbereitet: Berufsschülerinnen und -schüler haben in die Spaten die Wappen von Stadt, Kreis, Land und Bund graviert. Die Gummistiefel für Staatssekretär Steffen Bilger und Ministerialdirigent Andreas Hollatz stehen bereit. Doch zum Spatenstich für die Nordumfahrung Ebnat kommt es nicht – noch nicht. "Der Bau startet – wie geplant – Ende November", verspricht am Dienstag Steffen Bilger. Der parlamentarische Staatssekretär lässt beim Ortstermin in Ebnat offen, warum man in Berlin am trüben November festhält, statt lieber bei sommerlichem Juli-Wetter den offiziellen Startschuss für die lang ersehnte Baumaßnahme zu geben.

Dass mit der Ortsumfahrung des Aalener Teilorts noch in diesem Jahr begonnen wird, daran zweifelt an diesem Morgen aber keiner. Laut formuliert es dann OB Thilo Rentschler. "Ich habe den Brief mit der Zusage vom 2. Juli in der Tasche." Es sei spannend bis zum Schluss gewesen. "Jetzt geht allerdings ein Traum in Erfüllung", sagt der OB mit Blick auf die jahrzehntelange Diskussion um die Ortsumfahrung.

Rentschler erinnert an Stationen, etwa an 2003, als die Ebnater Nordumfahrung in den "vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans gekommen ist. "Heute ist ein historischer Tag", sagt der OB. Auch wenn noch nicht alle Verkehrsprobleme auf Aalener Gemarkung gelöst seien, könne man stolz sein auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er würdigt den Mobilitätspakt und lobte besonders die Bürgerinitiative (BI) "Pro Nordumfahrung Ebnat", die die politischen Akteure immer wieder wachgerüttelt habe.

Doch nicht nur der OB findet anerkennende Worte. Staatssekretär Steffen Bilger, der aus Berlin zum verkehrs- und strukturpolitischen Gespräch nach Aalen angereist ist, hebt das Bürgerbündnis und dessen Sprecher, Thomas Scheiger, heraus. Bilger erinnert gleichzeitig daran, dass vor einem Jahr der Baubeginn 2020 noch nicht absehbar gewesen sei. "Viele Fragen waren noch offen, die inzwischen dank intensiver Arbeit gelöst sind", sagt er und dankt allen fürs Engagement. Wenn die Probleme gelöst seien, dann gehe es zur Sache und die Menschen seien entlastet, was den Verkehr betreffe, stellt er fest.

Jetzt geht allerdings ein Traum in Erfüllung.

Thilo Rentschler Oberbürgermeister

Auch Klaus Pavel spricht von einem schönen Tag und von großer Freude. Der Landrat hat Spaten und Gummistiefel besorgt; er übergibt die Utensilien – weil der Erste Spatenstich an diesem Tag wohl unerwartet nicht stattfindet – symbolisch an die drei Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter, Leni Breymaier und Margit Stumpp sowie an OB Thilo Rentschler. "Den Spaten müssen Sie dann im November wieder mitbringen!"

Manfred Traub bedankt sich bei "den Altvorderen, die wussten, was sie wollten". Der Ortsvorsteher erinnert an Gespräche mit Unterkochens Alt-Ortsvorsteher Karl Maier und daran, als deutlich wurde, dass die Nordumfahrung nur im Kontext eines gemeinschaftlichen Verkehrskonzepts von Ebnat und Unterkochen mit Kreisel und Albaufstieg zu realisieren sei. Traub attestiert zudem der BI, immer sachlich argumentiert zu haben. "Jetzt hängt der Zusage-Brief im Rahmen im Ebnater Rathaus."

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