Landtagswahl – im Netz hat's für Diskussionen gesorgt – Vergleiche zu Georgia:

Warum Baden-Württemberg auf den Wahlkreis Aalen warten musste

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Sonntagabend, 23 Uhr. Ganz Baden-Württemberg war ausgezählt. Ganz Baden-Württemberg? Nein, ein kleiner Teil am östlichen Rand der Baden-Württembergkarte wollte sich beim Statistischen Landesamt nicht für eine eindeutige Farbe entscheiden.

Sonntagabend, 23 Uhr. Ganz Baden-Württemberg war ausgezählt. Ganz Baden-Württemberg? Nein, ein kleiner Teil am östlichen Rand der Baden-Württembergkarte wollte sich beim Statistischen Landesamt nicht für eine eindeutige Farbe entscheiden. Der Wahlkreis Aalen blieb selbst nach Mitternacht immer noch vage grau. Das hatte Konsequenzen auf das Gesamtergebnis im Land, das deshalb auch diese Fragen noch nicht beantworten konnte: Reicht es knapp für eine grün-rote Mehrheit? Reicht es für weitere Mandate im Wahlkreis Gmünd? Ganz Baden-Württemberg schaute zu nächtlicher Stunde nach Aalen. Auf Twitter ging der Hashtag #Aalen rund, verbunden mit teils ungeduldigen, teils ironischen Kommentaren, wie zum Beispiel: "Ist Aalen das neue Georgia" mit Anlehnung auf den Wahlkrimi in den USA, als es in diesem Bundesstaat eine tagelange Hängepartie gab. Schließlich brachte die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch die vorläufigen Ergebnisse aus dem Wahlkreis um 0.36 Uhr ins Landtagsgebäude in Stuttgart. "Rekordverdächtig spät", nannte sie es. Allerdings: Um kurz vor 20 Uhr hatte das Landratsamt bereits die beiden Wahlkreise Aalen und Gmünd gemeldet. "Über den vorgeschriebenen Meldeweg in Dateiform nach Stuttgart", bestätigt Pressereferentin Susanne Dietterle. Um 20.45 Uhr gab es dann eine erste Korrektur. Für Tannhausen stimmten die Zahlen nicht. "Diese Korrektur war aber nicht der Grund für die Verzögerungen im weiteren Verlauf", sagt Dietterle. Vielmehr habe sich zu einem späteren Zeitpunkt am Abend herausgestellt, dass es bei einer anderen Gemeinde im Wahlkreis Aalen Abweichungen bei den Angaben zur Anzahl der gemeldeten Wahlberechtigten gab. Dies habe sich zwar nicht auf die Ergebnisse bei den Stimmen ausgewirkt, das Statistische Landesamt wollte die geringe Diskrepanz bei den Wahlberechtigten aber vor Feststellung des Ergebnisses zweifelsfrei geklärt haben, so Dietterle. Tobias Dambacher

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