Radfahren auf der Schätteretrasse erneut Thema an diesem Montag

Warum BI-Mitglied Christa Klink „geschockt“ ist

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Aalen. Mit den Hotspots an den Kalkfelsen am Maschinenweg sieht sich die Bürgerinitiative „Hände weg von der Schättere“ in ihrer Forderung bestätigt. „Da die Sperrung des Maschinenwegs zum Schutz der Vogelarten künftig länger als ein Dritteljahr erfolgen muss, muss eine Radverbindung über die Schätteretrasse aufs Härtsfeld definitiv ausscheiden“, fordert Christa Klink in einer Presseerklärung der BI.

Ansonsten, so folgert sie, würden sich die Radfahrer auf der Schätteretrasse wie in einer Sackgasse bewegen müssen: bis zum Tunnel und dann zurück.

Schätteretrasse erneut Thema: In der Unterkochener Ortschaftsratssitzung an diesem Montag, ab 17.30 Uhr in der Festhalle Unterkochen, wird die Stadtverwaltung das Gremium in öffentlicher Sitzung über die rechtliche Lage informieren, die es aus Sicht der Stadt erlaubt, die Schätteretrasse als kombinierten Fuß- und Radweg auszuweisen. Dass der Bericht dem Unterkochener Ortschaftsrat nur zur Kenntnisnahme und nicht zur Entscheidung vorgelegt wird, darüber ist Christa Klink als BI-Vertreterin und als Gemeinderatsmitglied der Linken „geschockt“. „So stelle ich mir demokratische Kommunalpolitik nicht vor.“ Die Stadt stützt sich auf folgende Fakten:

Erst außerhalb von Schutzgebieten: Vom Pelzwasen bis etwa 60 Meter vor der Kreuzung mit dem Himmlinger Weg liege die Schätteretrasse außerhalb von artenschutzrechtlichen Schutzgebieten. Auch der Wanderparkplatz befinde sich außerhalb des Landschaftsschutzgebiets und außerhalb des FFH-Gebiets.

Dann innerhalb von Schutzgebieten: Nach dem Wanderparkplatz bis zur Mitte des Viadukts führe die Trasse sowohl durch Landschaftsschutz- als auch FFH-Gebiet. Doch bei den nötigen Eingriffen in Heidefläche oder Magerrasen handele es sich nur um wenige Quadratmeter. Die Naturschutzbehörde spricht von „tolerierbaren Bagatellgrenzen“. Geschützte Pflanzen müssten dokumentiert und fachlich begleitet umgesiedelt werden.

Rechtliche Prüfung: Laut Rechtsamt handelt es sich bei den ersten 75 Metern nach dem Wanderparkplatz um einen „beschränkt öffentlichen Weg“, der mit dem Schild „Radverkehr frei“ ergänzt werden könne. Im Anschluss, Richtung Tunnel, sei der Weg im Sinne des Landesgesetzes als „Waldweg“ zu werten. „Damit ist Radfahren auf dem Weg, der die per Gesetz erforderliche Mindestbreite von zwei Metern erfüllt, zulässig“, so die Stadt. UW

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