Frage der Woche

Was denken Sie über die steigenden Benzinpreise? Nutzen Sie Alternativen?

+
Frage der Woche: Benzinpreise.

Die Benzinpreise kennen derzeit nur eine Richtung: Sie steigen. Wir haben uns in Aalen umgehört, ob das zu einem Umdenken führt. Mehr Auto stehenlassen und auf Rad, Bus oder Zug umsteigen? Und ist das überhaupt möglich?

Martina Dobrzanski (56) Management-Assistentin aus Brastelburg:

Martina Dobrzanski

Ich schau‘, dass ich den Tank auffülle, wenn es grade nicht ganz teuer ist, versuche den Heimweg mit Einkaufen und Recyclinghof zu verbinden. In die Stadt ziehen, um das Autofahren reduzieren zu können, kommt nicht in Frage. Ich lebe gern auf dem Land. Vom Beruf her muss ich flexibel sein. Das funktioniert nicht, wenn der Bus nur alle zwei Stunden fährt. Wenn man voll berufstätig ist, ist die Zeit doch knapp. Mit dem Auto geht’s schneller. Mein Sohn macht begleitetes Fahren. Da ist es gut, wenn er übt, um Fahrpraxis zu bekommen. Das verbinden wir mit dem Weg zur Schule. In der Freizeit fahre ich gern Rad.“

Martina Dobrzanski

Andreas Schumschal (63) Sozialpädagoge aus Böbingen:

Andreas Schumschal

Ich hab ein kleines Auto, brauche Super Plus. Heute morgen 1,76. Das geht gar nicht. Ich habe mir ein Klapprad besorgt, fahre jetzt Vieles mit dem Rad: Strecken, für die ich sonst das Auto genommen habe. Auch zu Fuß mache ich jetzt viel. So tu‘ ich noch etwas für meine Gesundheit. Vielleicht braucht es manchmal den schmerzhaften Einschnitt, bis man umdenkt. Ein E-Roller wäre auch noch eine Möglichkeit.“

Andreas Schumschal

Adelgunde Glinzig (67) Krankenschwester aus Heuchlingen:

Adelgunde Glinzig

„Ich muss ja zur Arbeit. Das geht nicht ohne Auto. Ich wohne auf dem Dorf, habe öfters bis abends um 23 Uhr Dienst. Das geht nicht anders. Privat fahre ich auch eher viel. Zur Zeit, weil ich umziehe. Sonst, wenn ich meine Familie im Spreewald oder bei Tübingen besuche. Da will ich nicht, dass jemand irgendwohin fahren muss, um mich vom Bahnhof abzuholen. Wenn der Zug im Ort halten würde, wäre es etwas anderes.“

Adelgunde Glinzig

Andreas Kiefer (51) Tourismuskaufmann aus Ulm:

Andreas Kiefer

„Ich habe seit 20 Jahren kein Auto mehr und komme gut klar. Ich fühle mich nicht eingeschränkt und habe diesen Schritt, der eine bewusste Entscheidung war, nie bereut. Allerdings wohne ich in Ulm. Das ist eine optimale Stadt dafür, so einen Alltag zu leben. Ich fahre alles mit Straßenbahn und Rad, in den Urlaub mit dem Zug. Wenn man hier in Wasseralfingen oder Unterkochen wohnt, geht das auch. Aber nicht in Unterschneidheim oder Adelmannsfelden.“

Andreas Kiefer

Nicole Maul (20) Arzthelferin aus Oberkochen:

Nicole Maul

Ich habe an meinem Fahrverhalten trotz der hohen Benzinpreise nichts geändert. Ich brauche das Auto, um zur Arbeit zu kommen. Das wäre sonst zu kompliziert. Ansonsten nutze ich es eben zum Einkaufen. Das würde mit dem Fahrrad auch nicht funktionieren, so wie ich wohne. Die Busverbindungen sind da auch schlecht. Privat brauche ich das Auto weniger. Da gehe ich gern spazieren.“

Nicole Maul

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL

Kommentare