Guten Morgen

Was die Stille unterbricht

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Bea Wiese

Bea Wiese über eine fröhliche Äußerung

Still liegt die Wohnstraße in der Dämmerung. Keine spielenden Kinder, kein Auto unterwegs, jegliches menschliches Leben sitzt offenbar beim abendlichen Vesper. Bis auf einen, den Fahrradfahrer. Der bewegt sein Zweirad mit Muskelkraft und erstaunlicher Kondition den steilen Berg hinauf. Fährt wagemutig in die Kurve, hebt dabei den Allerwertesten aus dem Sattel - und lässt einen fahren. Ausgewachsener Darmwind, auf Deutsch: ein munterer Pups, mit deutlich vernehmbarem Tröten. Jedenfalls ohne Mühe hörbar für die einsame Spaziergängerin auf dem gegenüberliegenden Gehsteig. Nun ja, was raus will, muss raus, pflegte meine Oma zu sagen. Nicht besonders vornehm, das Ganze, könnte aber Aufschluss geben über den Gemütszustand des Radfahrers. Wie sagte schließlich schon Luther: Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz.

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