Geistliches Wort in der Corona-Krise

Was kann trösten?

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Und dann bricht die Realität über uns herein: Die schlimme Diagnose, mit der sich ein lieber Freund von einem Tag auf den anderen konfrontiert sieht.

Und dann bricht die Realität über uns herein: Die schlimme Diagnose, mit der sich ein lieber Freund von einem Tag auf den anderen konfrontiert sieht. Er selbst, aber auch alle diejenigen, die ihm nahestehen, erscheinen ratlos und fragen: "Warum!" Unser Leben ist ein Prozess. Es ist offen, birgt Möglichkeiten und Grenzen, kann scheitern und gelingen und liegt nicht unbedingt in unserer Macht. Unser Leben begreift sich von Gott her als geschenktes Gut auf Zeit. Keiner kann seinem Leben auch nur eine einzige Spanne hinzufügen. Wir sind alle Gäste auf Zeit. Jede Stunde, jeder Tag, jedes Jahr, ein Geschenk. Ich empfinde das ernüchternd und tröstlich zugleich. In der Begrenztheit gewinnt unser Leben, gewinnt das, was wir tun und lassen, seine wesentliche Relation. Und der liebe Gott wird uns dabei nicht allein lassen. Er wird uns helfen, die Brüche in unserem Leben zu heilen, Unvollendetes zu vollenden und Lebensräume dort aufzuzeigen, wo scheinbar keine mehr sind. Ganz so, wie es in der heutigen Tageslosung heißt: "Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir ezogen aus lauter Güte". Ralf Drescher, evangelischer Dekan

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