10 Jahre „vorort“ an einem Ort

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In der Ausstellung in der Wasseralfinger Museumsgalerie von (v.l.) Silke Schwab, Martine Ebel, Ines Tartler, Andreas Böhm und Andreas Welzenbach (nicht aiuf dem Bild) darf auch geangelt werden.
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Künstlerkollektiv feiert den zehnten Geburtstag. Natürlich mit einer Ausstellung. Heute beginnt um 19.30 Uhr die Vernissage in der Museumsgalerie im Wasseralfinger Bürgerhaus.

Aalen-Wasseralfingen. Eine für die Museumsgalerie außergewöhnliche Ausstellung bildet den Auftakt zu den 49. Wasseralfinger Festtagen an diesem Wochenende. Die Vernissage eröffnet am heutigen Donnerstag, 19.30 Uhr, die Kunstausstellung „vorort“ in der Museumsgalerie im Bürgerhaus. Die Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen widmet sich dem Aalener Künstlerkollektiv. Die Künstlerinnen und Künstler Andrea Böhm, Martina Ebel, Silke Schwab, Ines Tartler und Andreas Welzenbach geben Einblicke in ihre Projekte der vergangenen zehn Jahre. Die „vorort“-Finissage ist am 11. September.

„Unser Ansatz ist es ja immer, Kunst in den Ort zu bringen. Deshalb haben wir auch ‚vorort‘ als Titel passend gefunden“, erklärt Silke Schwab. Mit „vorort“ versuche sich das Aalener Künstlerkollektiv im Brückenschlag zwischen Kunst und allen Bürgerinnen und Bürgern, Plattformen für Lebendigkeit und Austausch zu schaffen. In der Ausstellung gibt es so facettenreiche Präsentationen von vielen ortsbezogenen Arbeiten der fünf Künstler. So haben sie mehrere markante leerstehende Häuser im Stadtgebiet wie das „Bahnwärterhäuschen“, ein ehemaliges Speditionsgebäude und Wohnhäuser bespielt, aber auch unter dem Motto „Mitten rein“ die Reichstädter Tage 2014. Ideen – verwirklicht oder auch nicht – für die KubAA, das Union-Gelände, oder aktuell den „Brocken“, als Ostalb-Brocken gerade im Kreis unterwegs, und viele mehr entwickelt.

„Wir wollen bildende Kunst vor Ort an markanten Punkten zeigen, das passiert in Aalen eher noch zu wenig“, sagen die Künstler. „Und wichtig: die Menschen sollen mitmachen, sollen aktiv sein in unserer Ausstellung“, ergänzt Ines Tartler. So ist eine Kombination aus den Spiegeln zu sehen, die vor Jahren in der Stadt installiert waren. In einem begehbaren Schrank sind über Knopfdruck Erläuterungen und Ansagen zu werken zu hören, an Monitoren und iPads Bildershows zur Entstehung des „Brocken“ und anderer Aktionen. Oder der ehemalige Schriftzug der Sängerhalle: „Säng“ steht im Köder-Haus, „erhalle“ in der Galerie. „Wir wollen immer einen Bezug zum Ort unserer Installation schaffen“, sagt Böhm. Ständig sei man auf der Suche nach Orten, „wo etwas passieren kann“, ergänzt Ebel.

Die Ausstellung „vorort“ wird unterstützt vom Bund für Heimatpflege und dem Stadtverband für Sport und Kultur Wasseralfingen, eingeladen hat Joachim Wagenblast. Zur Vernissage sprechen Ortsvorsteherin Andrea Hatam und Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle, die Künstler erläutern ihre Werke.

Die Ausstellung ist über die Wasseralfinger Tage und bis zum 11. September Freitag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr in der Galerie im Bürgerhaus zu sehen.

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