10 Millionen Euro für die KKS

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Fast zehn Millionen Euro werden in den kommenden Jahren für Sanierung und Umbau der Karl-Kessler-Schule Wasseralfingen investiert.
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Das sind die großen Investitionsvorhaben in Wasseralfingen. Was Ortsvorsteherin Andrea Hatam vermisst.

Aalen-Wasseralfingen

Für Diskussionen, für Zustimmung, aber auch Kritik sorgte der Haushaltsplanentwurf der Stadtverwaltung für Wasseralfingen im Ortschaftsrat.

Ortsvorsteherin Andrea Hatam zählte die großen Vorhaben der nächsten Jahre auf, wie den Neubau des Feuerwehrgerätehauses für rund 4,8 Millionen Euro, die Investitionen in den Bildungscampus Braunenberg mit rund 7 Millionen Euro, Sanierung und Umbau der Karl-Kessler-Schule mit knapp 10 Millionen Euro sowie die Investitionen in die Kita Magdalenenkirche, die Kita Lebenshilfe, die Kita St. Maria und in viele weitere Projekte.

Allerdings vermisste sie die zügige weitere Erschließung des Baugebiets Maiergasse, die jetzt auf 2024 geschoben sei, auch die Sanierung von Straßen und Gehweg in Röthardt mit Buswendeplatte. Zudem monierte sie einige Kürzungen wie für die Umgestaltung der Wilhelmstraße, für die jetzt in 2024 nur noch 150 000 Euro vorgesehen seien, die Verschiebung und Kürzung der Sanierung der Straße „Am Sonnenrain“ und andere Punkte mehr.

Oberbürgermeister Frederick Brütting warb für Verständnis für die derzeitige Planung. Es sei viel zu tun, vieles sei auch schon beschlossen. „Wenn wir alle geplanten und geforderten Investitionen in der Gesamtstadt so umsetzen, hat die Stadt ihre Schulden bis 2025 verdreifacht“, sagte er. Bei vielen Vorhaben müssten die Planungsansätze aufgrund der „rasant gestiegenen“ Baukosten überarbeitet werden; etwa bei manchen Gewerken der Braunenbergschule um 50 Prozent oder der Karl-Kessler-Schule. Das Aalener Kombibad, so der OB weiter, werde wohl rund acht Millionen Euro teurer als bisher geplant. Auch müsste mehr in Unterhaltsleistungen investiert, und das städtische Personal in fast allen Bereichen aufgestockt werden, um die Aufgaben zu bewältigen. Zudem müssten schnell massiv Betreuungsplätze für Kinder geschaffen werden. „Das alles kostet“, sagte Brütting. Zwar würden die Steuereinnahmen wohl höher als geplant in den kommenden Jahren, aber man müsse den Haushaltsplan sicher überarbeiten und manches zurückstellen, wenn keine zusätzlichen Einnahmen generiert werden könnten, sagten beide.

Josef Anton Fuchs (CDU) sagte, der Verkauf von Grundstücken in der Maiergasse bringe Einnahmen, er vermisse im Plan die Sanierung des Bürgerhauses, und sah den Ansatz für die Wilhelmstraße als zu niedrig.

Albrecht Jenner (SPD) sagte, die Sanierung der KKS müsse 2022 beginnen, ansonsten sei Wasseralfingen gut bedacht.

Ähnlich äußerte sich Franz Fetzer (FW). „Der Zustand der KKS ist nicht länger zumutbar“, betonte er.

Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) sah keine Planungen für Klimamaßnahmen. Zudem müsse die Planung der KKS im Hinblick auf den Status Gesamtschule überarbeitet werden. Brütting entgegnete, in 2022 könnten für die KKS erste Aufträge für rund 1,6 Millionen Euro vergeben werden im Rahmen einer Verpflichtungsermächtigung. Man mache, was ginge, aber es stehe nur begrenzt Geld zur Verfügung.

Ortschaftsbudget: Vom Budget für 2021 sind zurzeit rund 37 500 Euro verbraucht, wobei noch nicht alle Maßnahmen abgerechnet sind. Für den Rest klärt die Verwaltung ab, ob kurzfristig zwei Mülleimer und Fahrradbügel am Bürgerhaus besorgt werden können.

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