100 Jahre DJK auf 4000 Fotos

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100 Jahre DJK-SG Wasseralfingen, Ausstellung
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Die DJK-SG Wasseralfingen feiert seine Geschichte mit einer großen Ausstellung im Vereinsheim. Eröffnung mit den Wasserschnalzer Schludda-Gugga und viel Lob fürs Rentner-Quartett.

Aalen-Wasseralfingen

Von hohem Wiedererkennungswert, Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft wurde bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung der DJK-SG Wasseralfingen am Freitag oft gesprochen. Vor allem aber darüber, dass die vier Rentner Bruno Grundler, Richard Seidenfuß, Paul Abele und Hugo Graf Großartiges geleistet hätten.

In der Tat: Über 4000 Bilder haben sie zusammengetragen, in filigraner Arbeit ein halbes Jahr für die Ausstellung im Vereinsheim zurechtgemacht. „Das ist schon eine überragende Leistung“, lobte der frühere DJK-Geschäftsführer Richard Erhardt im Ballettsaal. „Und es sind wunderbare Erinnerungen“, fügte Heinz Stöhr hinzu.

Die Eröffnung fand coronagerecht im Freien statt. Da gehörten die Ohren der Besucher zunächst den „Wasserschnalzer Schludda-Gugga“, deren Geschichte in der Ausstellung in vielen Facetten gewürdigt wurde. Was sie bei der Eröffnung musikalisch-fetzig zu bieten hatten, war bombastisch. Da wippte auch der Landrat mit den Füßen.

„Ein Bild sagte mehr als tausend Worte“. So begrüßte Bruno Grundler die Gäste auf dem Schimmelberg. 200 Plakate mit 4000 Bildern - es sei eine „grandiose Foto-Show“ der Geschichte, für sich das „Rentner-Quartett“ auf den Weg gemacht habe. Leider sei von der Gründerzeit wenig übrig geblieben. Die DJK war 1934 verboten worden, vieles sei vernichtet worden. Im März habe man bei einer Aufräumaktion die Idee ins Leben gerufen, die Bilder für eine Vernissage zu ordnen. „Da hatten wir nicht im geringsten daran gedacht, was auf uns zukommt“, blickt Grundler zurück. Schließlich hätten auch die vielen DJK-Abteilungen weiteres Bildmaterial geliefert.

Grundler ging auf die Schwerpunkte der Ausstellung ein: die Baugeschichte und die Leistung der Altvorderen, die aus einem Müll- und Schrottplatz ein sehenswertes Sportgelände gemacht hätten. „Das waren Menschen, die fest angepackt haben.“ Er ging auch auf die ehemalige Schulbaracke ein, die zum schmucken Vereinsheim geworden sei. Dann der legendäre DJK-Fasching, das Pfingstlager, die Vereinsfeste, vor allem aber die DJK-Diözesan- und Landessportfeste, die der DJK-SG Wasseralfingen viel Renommee verschafft hätten. Grundler nannte auch das „DJK-Theater“ von Klaus Stäbler in der Sängerhalle, das Gastspiel von Chinas Sportakrobaten und die damaligen Vorzeige-Balletteusen der DJK.

Thomas Venus vom DJK-Vorstand dankte für „den überragenden Einsatz und überreichte den vier Schaffern ein Präsent. Landrat Dr. Joachim Bläse sprach auch für den Landtagsabgeordneten Winfried Mack und den Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita. Diese Ausstellung sei ein Zeugnis fürs Jetzt und die Zukunft, erklärte Bläse. „Die DJK steht für Gemeinschaft“, fuhr der Landrat fort, die christliche Basis werde gelebt. Hier seien Vorbilder am Werk gewesen, die „für die Nachwelt gesammelt haben“. In dieselbe Kerbe hob Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann. Die DJK sei ein Vorzeige-Verein. Ehrmann stellte in Aussicht, dass die Stadt beim Projekt „Sportpark“ mit Nachdruck auf der Seite des Vereins stehe.

Von Freitag bis Sonntag gibt es für die Besucher Führungen. Grundler rief zu Spenden auf: Man wolle die Plakate für die Zukunft erhalten und laminieren lassen, was die Kasse der DJK mit zweitausend Euro beanspruche.

Am Samstag und Sonntag, 11./12. September, gibt es jeweils ab 14 Uhr eine Führung. Am Sonntag, 12. September, ist von 11 bis 13 Uhr Weißwurst-Frühschoppen.

100 Jahre DJK-SG Wasseralfingen, Ausstellung
100 Jahre DJK-SG Wasseralfingen, Ausstellung
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Ausstellung 100 Jahre DJK-SG Wasseralfingen
Ein Hoch auf den 100. Geburtstag der DJK-SG Wasseralfingen: Die Ausstellungseröffnung fand coronabedingt im Freien statt.

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