Baubeginn für zwei neue Mehrfamilienhäuser in Wasseralfingen

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Die Baubeteiligten setzen den symbolischen Spatenstich für zwei neue Mehrfamilienhäuser in der Schwester-Ingona-Straße im Baugebiet Maiergasse in Wasseralfingen.
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Die Aalener Wohnungsbau errichtet 28 Wohnungen in der Schwester-Ingona-Straße. Was sich im Baugebiet Maiergasse außerdem tut.

Aalen-Wasseralfingen

Nicht auf der grünen Wiese, sondern auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks entsteht in Wasseralfingen neuer Wohnraum. Die städtische Wohnungsbau errichtet dort, in der Schwester-Ingona-Straße, zwei neue Mehrfamilienhäuser mit 28 Wohnungen. Der symbolische Spatenstich wurde am Mittwoch gesetzt. Es war der erste Spatenstich für Michael Schäfer in seiner Funktion als Geschäftsführer der Wohnungsbau. "Es ist ein spannendes Projekt in einer spannenden Phase in der Immobilienwirtschaft", sagte er.

Oberbürgermeister Frederick Brütting, der Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau ist, ging auf Details zum Projekt ein. Von den 28 Wohnungen sind ihm zufolge 8 gefördert, also für Menschen mit geringerem Einkommen gedacht. Das mache einen Anteil von knapp 30 Prozent aus. Zum Hintergrund: Bisher hat das Aalener Modell von allen Bauträgern gefordert, 25 Prozent der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern als geförderten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. "Wir wollen auf dem Gebiet noch etwas mehr machen", sagte Brütting. "30 Prozent geht in die richtige Richtung."

Bezugsfertig sollen die Wohnungen dem OB zufolge im Mai 2024 sein. Läuft alles nach Plan, werde das Projekt Ende 2024 ganz abgeschlossen. "Zehn Millionen Euro werden investiert", sagte der OB. "Wir hoffen, dass es in diesem Rahmen bleibt." Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes strich Brütting hervor, dass das Projekt den KfW-40-Standard erfülle, ans Nahwärmenetz angeschlossen werde, eine PV-Anlage bekomme und keine neuen Flächen verbrauche.

Der stellvertretende Ortsvorsteher, Josef Anton Fuchs, drückte seinen Dank darüber aus, dass der Bau der "dringend benötigten 28 Wohneinheiten" nun beginnt. Weitere Bauplätze für Wasseralfingen seien das Gebot der Stunde. Fuchs bat, das in der Diskussion um die Fortschreibung des Flächennutzungsplans zu berücksichtigen.

Architekt Stephan Zechmeister vom Büro ip21 erläuterte, dass auf beiden Häusern gemeinsam genutzte Dachterrassen geplant seien. Außerdem sollen Dächer und Fassaden begrünt werden. Die für Wasseralfingen typischen historischen Dopfersteine seien zwar heute nicht mehr verfügbar, dafür würden die Fassaden im Sockelgeschoss aber mit Klinkersteinen gestaltet.

Baubürgermeister Wolfgang Steidle ging auf das Baugebiet Maiergasse insgesamt ein. 2011 habe die Stadt das Grundstück gekauft und dann von Altlasten befreit. Nur 500 Meter vom Stephansplatz entfernt liegt es ihm zufolge zentral und biete auf rund sechs Hektar Fläche Raum für zirka 350 neue Wasseralfingerinnen und Wasseralfinger. Am Rande des Termins erläuterte er im Gespräch mit der SchwäPo weitere Projekte im Baugebiet.

Mehrfamilienhäuser Siedlungswerk: Die Bauarbeiten an den Mehrfamilienhäusern des Siedlungswerk laufen laut Steidlebereits. Sechs Wohngebäude mit insgesamt 69 Wohnungen sind geplant. Diözese und Land arbeiten ihm zufolge zusammen, um in Wasseralfingen ausschließlich Mietwohnungen zu bauen, darunter ein hoher Anteil an geförderten Wohnungen.

Mehrfamilienhäuser Essinger Wohnbau: Ein weiteres Baufeld ist laut Baubürgermeister vor Kurzem an die Essinger Wohnbau verkauft worden. "Das Baugesuch läuft", sagt Steidle.

Einfamilienhäuser: Ein weiteres Baufeld ist für Einfamilienhäuser vorgesehen. Im ersten Bauabschnitt wurden bereits Häuser fertig gestellt. "Im zweiten Bauabschnitt sind wir in der konzeptionellen Phase", erläutert Steidle. Geplant sind dort Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser. Im Gemeinderat sei die Abgrenzung besprochen. "Alle Bauplätze sind verkauft."

Brücke über den Kocher: Eine Fußgängerbrücke über den Kocher soll das Baugebiet Maiergasse mit dem Talschulzentrum auf der anderen Seite des Flusses verbinden.

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