Bauplatz eher für Ehrenämtler

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Bauplätze sind heiß begehrt.
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Ortschaftsrat einigt sich auf neue Vergaberichtlinie für städtische Bauplätze. Engagement und Kinder zählen nun stärker.

Aalen-Wasseralfingen. Die Neufassung der Vergaberichtlinien für städtische Bauplätze stand im Ortschaftsrat auf der Tagesordnung, wie gerade in allen Teilorten. Weil die Nachfrage nach Bauplätzen seit Jahren steigt, hat die Stadt das Punktesystem, nach dem Bewerber zum Zuge kommen, neu gestaltet. So sollen beispielsweise die Zahl der Kinder oder ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr oder im Verein ebenso stärker zu Buche schlagen wie ein direkter Bezug zum Teilort oder eine geplante Selbstnutzung.

Daniel Egetenmeyer von der städtischen Bauverwaltung stellte die neuen Richtlinien kurz vor. Ortsvorsteherin Andrea Hatam begrüßte die neue Fassung, bemängelte aber, dass junge Familien ohne Kinder im Prinzip fasst keine Chance auf einen Bauplatz haben, „denn ein Nest baut man sich eigentlich vor der Familiengründung“. Das wurde auch von anderen Gremiumsmitgliedern kritisiert. Alle Fraktionen begrüßten sie stärkere Berücksichtigung des Ehrenamts, Feuerwehr und Pflege von Angehörigen könnten aber noch höher bewertet werden, forderten Albrecht Jenner (SPD) und Sigrun Huber-Ronecker (Grüne). Das setze Familien mit Kindern aber zurück beziehungsweise der Punkt Pflege sei schwer zu kontrollieren, weil in der Zukunft liegend, gab Egetenmeyer zu bedenken. Peter Köditz (CDU) und Huber-Ronecker bemängelten die zu weitgehende Unterscheidung zwischen Ortschaft und Teilort bei der Beurteilung des Bezugs zum Teilort.

Letztlich schlug das Gremium zwei Änderungen für die Vorlage vor: Für junge Leute beziehungsweise Familien, die nach einer Ausbildung woanders zurück in die Stadt ziehen wollen, soll es zukünftig maximal 2 Punkte geben, statt wie von der Stadt vorgeschlagen einen. Und Ärzte, die im Stadtgebiet eine Praxis eröffnen oder übernehmen möchten, sollen nicht mit dem Bauplatz an einen Teilort gebunden sein, wo die Praxis sein soll, sondern an das Stadtgebiet. So wurde die Fassung einstimmig beschlossen. Egetenmeyer nahm die Vorschläge auf.

Geld für Integrationsfest

Treppach möchte ein „Integrationsfest“ für „alte“ und „neue“ Bewohner ausrichten. Das unterstützt der Rat mit 300 Euro.

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