Bikepark in Wasseralfingen: Der rote Punkt hängt

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Auf asphaltierten Pumptracks, wie hier in Heubach, geht's ab. Die Idee dahinter: Tempo machen ganz ohne Pedaltreten, sondern allein durch geschickte Gewichtsverlagerung und durch reines „Pumpen“. Archivfoto: Jan-Philipp Strobel
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Seit rund einer Woche ist die DJK-SG Wasseralfingen im Besitz der Baugenehmigung für den am Schimmelberg geplanten Dirtpark samt Pumptrack. Wann es losgehen kann.

Aalen-Wasseralfingen

Für den geplanten Bikepark am Schimmelberg ist jetzt ein erster Durchbruch erzielt. Seit rund einer Woche hängt der rote Punkt am Vereinsheim der DJK-SG Wasseralfingen. „Die Stadt Aalen hat die Baugenehmigung erteilt“, freut sich Thomas Venus, Pressereferent des Vereins, auf dessen Gelände der größte Pumptrack und Dirtpark der Region entstehen soll. Und zwar auf dem Areal neben den Tennisplätzen am Schimmelberg.

Noch ist hier nichts von einem Rundkurs, nichts von Bodenwellen, Erdhügeln und Holzrampen zu sehen. Das Gelände wurde lediglich ausgeholzt. „In enger Zusammenarbeit mit der Stadt“, betont Venus. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamtes habe man die Bäume, die für das Vorhaben gefällt werden mussten, sorgfältig ausgewählt.

Ideengeber ist Marcus Baur

Die erste Idee, in Aalen einen großen Dirtpark mit Pumptrack-Anlage zu bauen, aber hatte ein anderer: Markus Baur, Vorsitzender des Funsportvereins Aalen. Vor fünf Jahren hat er deswegen bei der Aalener Stadtverwaltung angeklopft. Dort fand man seine Idee sofort „cool“. Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam hat dann die Verbindung zur DJK-SG am Schimmelberg hergestellt. Seitdem laufen die Planungen.

„Die Leute fiebern darauf hin, ihren Sport endlich auf einem offiziell dafür geeigneten Rundkurs ausüben zu können“, erzählt Thomas Venus. „Die Leute“ – das sind vor allem die Mitglieder der neu gegründeten Radsportabteilung der DJK-SG Wasseralfingen. Die habe sich aus den rund 100 Neuzugängen entwickelt. „Das haben wir Markus Baur und seinen vielen Kontakten zu verdanken“, sagt Venus. Denn nur mit einer eigenen Radsportabteilung könne man Fördergelder für den Bau einer neuen Radsportanlage beantragen.

Das in Frage kommende Gelände am Schimmelberg. Grafik: mle

Apropos: Der Stadt Aalen liege bereits ein Förderantrag vor. Ein weiterer werde demnächst an den WLSB rausgehen. In beiden Fällen hoffe man auf eine Bewilligung von jeweils 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Die aktuelle Kostenschätzung beziffert Thomas Venus auf über 200 000 Euro für den Dirtpark und rund 60 000 Euro für den Pumptrack.

Wer zahlt und wer baut? Laut Venus habe der Aalener Sportbürgermeister Karl-Heinz Ehrmann eine zu 100-prozentige städtische Förderung für den Pumptrack in Aussicht gestellt. „Wir erhalten die Kosten für den Bau des Pumptracks in Form von Fördergeldern zu 100 Prozent rückerstattet.“

Während der Rundkurs des Pumptracks asphaltiert werden müsse, könne der Verein in den Bau des Dirtparks sehr viel mehr Eigenleistung stecken. Etwa, um Erde zu Sprunghügeln aufzuschichten und sie zu modellieren. Ortsvorsteherin Andrea Hatam steht voll hinter dem Projekt. „Das ist eine tolle Sache. Zumal ein vergleichbares Angebot in weitem Umkreis noch nicht existiert. Wir freuen uns drauf!“

Wann die DJK-SG loslegen kann, hängt von der Zusage der Fördermittel ab. „Wir hoffen, dass wir in den Sommerferien beginnen können“, sagt Thomas Venus.

Die Leute fiebern auf den Bikepark hin.“

Thomas Venus, DJK-SG Wasseralfingen

Wer Pumptrack und Dirtpark nutzen kann

Das Gelände des künftigen Bikeparks misst rund 5500 Quadratmeter. Es befindet sich parallel zu den bestehenden Tennisplätzen der DJK-SG.

Der Pumptrack ist ein für jeden zugänglicher asphaltierter Mountainbike-Rundkurs mit unterschiedlich hohen Bodenwellen. Er kann mit dem Rad, mit Scooter, Skateboard oder Inlinern befahren werden.

Der Dirtpark mit Erdhügeln, Holzrampen und unterschiedlichen Strecken für Anfänger, Amateure und Profis soll aus versicherungsrechtlichen Gründen nur für Vereinsmitglieder offen sein und für alle, die unter Aufsicht mal „reinschnuppern“ wollen.

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