Bildungscampus Braunenberg: Schallschutz statt Container

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Die Schule wird saniert und zum Bildungscampus umgebaut. Es entsteht ein Zwischengebäude mit Mensa und Kita.
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Lärm und Sorge um Sicherheit: So entscheidet der Aalener Gemeinderat zur Baustelle.

Aalen-Wasseralfingen. Der Aalener Gemeinderat hat einstimmig gegen eine Container-Lösung am Bildungscampus Braunenberg entschieden. Stattdessen sollen Schallschutzfenster für eine Entlastung der Schüler sorgen. Einen Sachvortrag oder eine Diskussion gab es im Gremium nicht. Nachdem Oberbürgermeister Frederick Brütting den Tagesordnungspunkt aufgerufen hatte, folgte direkt die Abstimmung.

Zur Vorgeschichte: Die Schule wird umgebaut und erweitert. In einem Zwischenbau entsteht eine neue Kita mit sechs Gruppen und eine Mensa. Eltern waren in Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder, da Baustellenfahrzeuge über den Schulhof fahren. Außerdem bemängelten sie die Lärmbelastung. Sie schlugen daher eine Containerschule auf dem Parkplatz Spieselbad vor, solange die Bauarbeiten dauern.

Das hat die Stadtverwaltung untersucht, ebenso wie eine Containerlösung nahe dem Verwaltungsgebäude. Laut Sitzungsvorlage wäre eine solche Interimsschule frühestens in den Sommerferien bezugsfertig. Ihr Betrieb würde außerdem für die weiteren 16 Monate Bauzeit rund 600 000 Euro kosten. Die Stadtverwaltung schreibt dazu „dass die Kosten für die Containerlösung in keinem Verhältnis zur Lärmschutzwirkung für die Kinder stehen“.

Die Stadtverwaltung schlug daher vor, die Containerlösung zu verwerfen. Stattdessen sollen die acht Klassenzimmer, die direkt an der Baustelle liegen, Schallschutzfenster bekommen. Darin integriert sei auch ein Be- und Entlüftungssystem. Daher könne „ein annähernd normaler Unterricht trotz parallel laufender Baustelle stattfinden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von 312 000 Euro für die Fenster und weiteren 120 000 Euro für die Be- und Entlüftungsanlage. Dabei handle es sich um eine Sanierungsmaßnahme, die sowieso vorgesehen gewesen wäre und nun lediglich vorgezogen werde. „Der Ortschaftsrat Wasseralfingen hat diese Vorgehensweise einstimmig befürwortet und auch die Schulleitung ist von dieser Lösung überzeugt“, heißt es in der Vorlage.

Außerdem sind dort verschiedene Maßnahmen aufgeführt, die für mehr Sicherheit sorgen sollen. Unter anderem führten Fluchtwege über Gerüste und ein Sicherheitsbeauftragter regele den Baustellenverkehr, heißt es da. 

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