Braunenbergschranke zu oft offen?

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Ende Mai hat Josef Kurz von Forst BW die Schranke aufgebaut, die seither die Auffahrt zum Braunenberg erschwert. Ortschaftsräte fordern jetzt, die Zufahrtsregeln noch strenger zu handhaben. Archivfoto: err
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Im Ortschaftsrat Wasseralfingen kam neben der Zufahrt zum Naturfreundehaus auch das Ortschaftsbudget und der Haushalt für das kommende Jahr zur Sprache.

Aalen-Wasseralfingen

Wegweisende Beschlüsse hat der Ortschaftsrat Wasseralfingen am Dienstag gefasst. Ein Thema der Sitzung war auch die Zufahrt zum Naturfreundehaus.

Verkehr: In der Karlstraße vom Kreisel Süd bis zum Beginn der jetzigen 20er-Zone beim „Stephanuspark“ und in der Eugen- und Kolpingstraße mit Pestalozzi-Straße und Obere Schmiedstraße werden 30er-Zonen eingerichtet. Joachim Schürg vom Ordnungsamt erläuterte die Pläne und die damit einhergehende Änderung der Vorfahrtsregeln auf „rechts-vor–links“, die für 30er-Zonen festgelegt sei.

Josef A. Fuchs (CDU) brachte seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass die Stadtspitze nicht darüber mit sich reden ließe, die bisherige Regelung beizubehalten, obwohl andere Städte dies möglich gemacht hätten. Man stimme aber zu. Dem schlossen sie auch Albrecht Jenner und Franz Fetzer an, letzterer plädierte aber dafür, die 20er-Zonen in der Innenstadt in 30er-Zonen zu ändern. Laut Schürg sei das aber langwierig. So wurde die Schaffung der 30er-Zonen mit sieben beziehungsweise acht Zustimmungen bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen angenommen.

Zufahrt zum Naturfreundehaus: Dr. Hans Undheim, Leiter des Forstbezirks Östliche Alb, erläuterte dem OR die aktuelle Regelung bei der Zufahrt vom Wanderparkplatz Röthardt zum Naturfreundehaus. Alle Fraktionen begrüßten die neuen Regeln und die Schranke, monierten aber, dass diese noch zu oft offen sei und so immer noch zu viele Fahrzeuge hochfahren könnten oder zu viele Ausnahmegenehmigungen verteilt worden seien. Undheim sagte zu, dass die Schranke rigoroser geschlossen und kontrolliert werden solle. Der OR stimmte den neuen Regeln einstimmig zu.

Obdachlose: Einstimmig wurde der Übertragung der Einweisung von Obdachlosen an das Amt für Soziales, Jugend und Familie zugestimmt, mit der Ausnahme, dass Fälle in Wasseralfingen auf das Bezirksamt übertragen werden.

Haushaltsplan 2022: Josef Fuchs (CDU) sagte, dass vieles auf der Liste des Bezirksamts in der Sitzungsvorlage bereits seit Jahren aufgeführt werde, und nichts passiert sei. Man müsse die Stadt immer wieder erinnern. Zusätzlich nannte er als neue Probleme einen abgerutschten Gehweg am Schimmelberg. Albrecht Jenner (SPD) nannte eine Beschattung auf dem Stefansplatz für offizielle Anlässe. Der Liste des Bezirksamts, die unter anderem eine Beschattung für Museum und Jugendtreff, die Sanierung der Friedhofsmauer, eine Buswendeplatte im Röthardt, eine Weihnachtsbeleuchtung umfasst, stimmte das Gremium zu.

Ortschaftsbudget: Ortsvorsteherin Andrea Hatam schlug unter anderem die Aufstellung von Ruhebänken auf dem Katzenbuckel, in Heisenberg, am Salchenhof vor, zudem eine neue Infotafel am Rathaus und neue Mülleimer auf dem Karlsplatz und entlang der Wilhelmstraße. Solche wünscht sich Albrecht Jenner an den Ortseingängen, Fuchs möchte eine Verbindung zwischen Bergbaupfad und Panoramaweg. Der gesamte OR stimmte diesen Vorschlägen zu.

Zuschuss: Der FV Viktoria möchte für rund 450 000 Euro auf seinem Sportplatz eine neue, mit LED-Leuchten ausgestattete, Flutlichtanlage mit insgesamt sieben Masten erstellen. Dies soll von der Stadt Aalen mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten (das sind rund 136 000 Euro) und der Übernahme der Bauleitung für rund 54 000 Euro bezuschusst werden. CDU, SPD und Freie Wähler forderten eine für Tiere in den umliegenden Wäldern optimal schonende Einstellung der Leuchten. Mit 13 Ja-, einer Neinstimme und drei Enthaltungen wurde der Förderung zugestimmt.

Baumaßnahmen: Einstimmig vergab der Ortschaftsrat die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Treppach-West an die Firma Eichele aus Untergröningen für rund 1,2 Millionen Euro. Ebenso die Putz- und Trockenbauarbeiten und Sanitär- und Heizungsarbeiten zu deutlich über dem Plan liegenden Kosten im Bildungscampus Braunenberg an die Malerwerkstätte Kübler beziehungsweise die Firma Müllmeier aus Ebnat.

Ortswarte: Fritz Hudelmaier, Ortswart in Hammerstadt, und Werner Ott (Ortswart von Mantelhof) wurden aus ihren Ämtern auf eigenen Wunsch entlassen. Neu bestellt hat der Ortschaftsrat: Martin Kurz für Onatsfeld, Paul Abele für Treppach und Christian Zeiher für Mantelhof.

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