Damit alle Menschen sich das Wohnen in Aalen leisten können

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Diskutieren über bezahlbaren Wohnraum (von links): Hermann Schludi, Michael Schäfer und Jonas Beck
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Wie noch mehr bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum entstehen kann, war Thema beim SPD-Stadtverband.

Aalen-Wasseralfingen. Was wird in Aalen bereits für bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum getan? Wie kann das Engagement noch weiterentwickelt werden? Das waren die Fragen bei der Diskussion am Freitagabend im Wasseralfinger Bürgerhaus. SPD-Fraktionsvorsitzender Hermann Schludi, der Geschäftsführer der Wohnungsbau, Michael Schäfer, und Jonas Beck vom Körperbehindertenverein Ostwürttemberg sprachen unter dem Titel „Bezahlbares Wohnen: Das Aalener Modell - work in progress“ mit rund 15 Gästen. Eingeladen hatte der SPD-Stadtverband Aalen. Stadtverbandsvorsitzender Christian Sperle begrüßte. Die SPD-Stadträtin und Wasseralfinger Ortsvorsteherin Andrea Hatam moderierte.

„Zu Hause ist nicht einfach nur ein Ort, zu Hause ist ein ganz besonderes Gefühl“, sagte Hatam eingangs. Doch viele Menschen hätten Probleme damit, ein Zuhause zu finden. Was in Aalen bereits getan wird, um dem Problem entgegenzuwirken, erläuterten Schludi und Schäfer. 2016 hat der Gemeinderat das sogenannte Aalener Modell verabschiedet. Werden Wohnungen mit Förderung neu gebaut, gibt's von der Stadt für diese Wohnungen 180 Euro pro Quadratmeter Zuschuss. Die Wohnungen müssen dafür 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete vermietet werden. „Die ortsübliche Miete liegt in Aalen bei rund sieben Euro“, sagte Schäfer. Ergibt also eine Miete von rund 4,70 Euro pro Quadratmeter geförderten Wohnraum. In Aalen hat das laut Schäfer schon Früchte getragen. 2016 sind ihm zufolge in Aalen 240 Wohnungen gefördert gewesen. 2021 seien es schon 296 gewesen. Wer nachweisen kann, dass sein Einkommen eine gewisse Grenze nicht übersteigt, kann eine solche geförderte Wohnung mieten. „Das Aalener Modell ist beispielgebend in ganz Baden-Württemberg“, sagte Schludi.

Ein Teilnehmer fragte nach Strategien, wie Menschen dazu bewegt werden können, leerstehenden Wohnraum zu vermieten. Schludi und Schäfer erläuterten, dass daran im Moment intensiv gearbeitet werde. Zurzeit werde das auch in den Gremien besprochen. Überlegt werde, ob die Wohnungsbau den Vermietern Sicherheiten geben könne und bei etwaigem Mietausfall einspringen könne oder eventuell nötige Sanierungen übernimmt.

Zum Thema Barrierefreiheit sagte Schäfer, dass die bei Neubauten ohnehin vorgeschrieben sei. Geplant sei, Wohnungen im Bestand zu sanieren und wenn möglich, barrierefrei zu gestalten. Beck wünschte sich, dass die Wohnungsbau dazu die Expertise von Menschen mit Behinderung einholt. Katharina Scholz

Diksussion zu bezahlbarem Wohnraum im Bürgersaal Wasseralfingen

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