Der hundertste Geburtstag im Fokus

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DJK Wasseralfingen
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1921 ist das Geburtsjahr der DJK Wasseralfingen. Wie das wegen Corona verschobene Jubiläum jetzt doch mit einer 2000 Bilder umfassenden Vernissage vibrierend lebendig wird.

Aalen-Wasseralfingen

Begeisterung und Heimatgefühl waren schon von jeher Tugenden, die beim Verein im Schäle gelebt wurden. So gab man auch jetzt nicht klein bei, als die eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten wegen Corona ins kommende Jahr auf Freitag, 15. Juli 2022 und das nachfolgende Wochenende verschoben werden musste.

„Schuld“ war der Förderverein, keine ganz alltägliche Geschichte. Bruno Grundler und Richard Seidenfuß waren gerade dabei, ihrem Ehrenamts-Faible zu frönen und die Stühle im Vereinsheim neu zu überziehen.

Da fiel den Beiden ein, dass man noch einen Blick im überbordenden Archiv einmal Ordnung schaffen könne. Und schon war die Idee geboren.

Hunderte von Plakaten und Tausende von Bildern lagen dort in Kisten und Ordnern. Hugo Graf und Paul Abele, ebenfalls vom Förderverein, gesellten sich hinzu und man beschloss eine Vernissage unter dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“

Viel Ideen und Schweiß

Der Förderverein ist der Ideengeber, Ausrichter ist der Gesamtverein. Thomas Venus vom DJK-Vorstandskollektiv zeigt sich begeistert: „Was hier geleistet wird, das ist eben DJK-Gen.“ Die Ideenbörse begann im Januar, seither sei viel Schweiß geflossen, erzählen die „wackeren Vier“ vom Förderverein.

Akribisch wurden die über einhundert Ordner gesichtet, aussortiert, Wäschekörbe voller Bilder.

Klar, einhundert Jahre Sport- und Baugeschichte der DJK, die 1933 von den Nazis verboten und 1956 wiedergegründet wurde, ist proppenvoll.

Man ist gerade dabei, die Ausstellung im Ballett-Saal aufzubauen. Sauber sortiert nach Abteilungen und Ereignissen.

Breitgefächert und facettenreich

Ein Schwerpunkt ist die überbordende Baugeschichte, die mit der Einweihung der Sportstätten auf dem Schimmelberg gipfelte.

Eine Reminiszenz gibt es in der Ausstellung an den unvergessenen und all zu früh verstorbenen „Baumeister und DJK-Architekten“ Gerhard Maier, der einmal sagte: „Die DJK ist für mich Heimat und Lebensraum.“

Bruno Grundler unterstreicht dies, als er beim Pressegespräch hinzufügt: „Gerhard Maier war Synonym für Zusammengehörigkeit in der DJK.“

Die Facetten in der Ausstellung werden breit gestreut sein: Die Erfolgsjahre der DJK-Sportakrobatik, die Glanzzeit der Ballett-Eleven, überragende Fußballturniere und Diözesan-Sportfeste, engagiertes Kinderturnen, erfolgreiche Theater-Aufführungen.

Querschnitt aus 100 Jahren

Einfach ein bunter Querschnitt aus einem Jahrhundert Vereinsgeschichte, wobei die Einweihung des Vereinsheims anno 1995 nicht unerwähnt bleiben soll, als man die auf dem Hof der Weitbrecht-Schule stehende Baracke ins Schäle manövrierte und ihr eine schicke Verkleidung verlieh.

Mehr soll fürs erste nicht verraten sei, sagt Richard Seidenfuß. Der ehemalige DJK-Diözesan-Vorsitzende Rolf Feichtenbeiner sagte beim 75-jährigen DJK-Jubiläum bezeichnend: „Männer und Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung erleben hier Gemeinschaftsgefühl.“

Genau dies soll die Vernissage in Wort und Bild vermitteln.

„Gerhard Maier war Synonym für Zusammengehörigkeit in der DJK“

Bruno Grundler, Mitglied Förderverein
  • Die Ausstellung auf einen Blick
  • Wer mehr erfahren und sich einen tieferen Blick ins Innenleben der DJK-SG Wasseralfingen verschaffen will, der kann dies vom 10. September bis zum 12. September tun. Am Freitag, 10. September um 17 Uhr ist Auftakt, Vernissage-Führungen gibt es am Samstag (11. September) und am Sonntag, den 12. September jeweils um 14 Uhr. Am Sonntag um 11 Uhr steht ein Frühschoppen mit geselligem Beisammensein auf dem Programm. 2000 Bilder und über 160 Plakate wurden bearbeitet und beklebt. Mehrere Abteilungen werden sich im Rahmenprogramm präsentieren und für die musikalische Umrahmung sorgen die „Wasserschnalzer Schludda-Gugga.“
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