Die Vesperkirche, Thomas Strobl und das Licht der Welt

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Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
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Was den Landesinnenminister Thomas Strobl nach Wasseralfingen führt, was er an der Vesperkirche schätze und was für ihn Ehrenamt bedeutet.

Aalen-Wasseralfingen

Es ist zwölf Uhr am Freitag, Vesperkirchenzeit in der Magdalenenkirche. Schon zahlreiche Gäste haben an den Tischen vor dem Altar Platz genommen. Da betritt der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl die Kirche. Er ist Überraschungsgast an diesem Tag. 25 Jahre Wasseralfinger Vesperkirche und die Einladung von Mitorganisatorin Corinna Pavel sind der Anlass, weshalb der Minister nach Wasseralfingen kommt. Die Überraschung gelingt. Nur wenige waren eingeweiht. Die Freude ist groß, bei den Ehrenamtlichen genauso wie bei den Gästen, die sein Kommen mit Applaus belohnen und in den nächsten anderthalb Stunden die Nähe zum CDU-Politiker suchen. Der lässt sich gerne auf ein persönliches Gespräch ein.

Aber auch in seiner Laudatio zu einem Vierteljahrhundert Vesperkirche stehen für ihn die Menschen im Mittelpunkt. Respekt, Respekt, Respekt, wird er später ins „Goldene Buch“ der Vesperkirche schreiben. Den zollt er jenen, die die Vesperkirche unterstützen und tragen: den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Das ist praktizierte Nächstenliebe, aber auch das Licht in dieser Welt.“

Doch zunächst dankt Pfarrer Uwe Quast dem Innenminister für sein Kommen. Es sei ihm eine große Ehre, den obersten Sicherheitsbeamten des Landes begrüßen zu dürfen. Quast lobt die Arbeit der Polizei als Freund und Helfer. So verstehe sich auch die Vesperkirche und ihre Mitarbeitenden. „Uns ist es eine große Freude, Freund und Helfer in der Not zu sein“, sagt Quast und dankt der Polizei.

25 Jahre Vesperkirche im Fokus

Als deren oberster Dienstherr greift Thomas Strobel den Dank gerne auf zumal „25 000 Polizisten für unsere Freiheit und Demokratie täglich im Einsatz sind“. Der Innenminister schlägt damit auch den Bogen zu den beiden jetzt in Kusel ermordeten Polizeibeamten und der vor 15 Jahren in Heilbronn ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter.

Doch im Fokus stehen 25 Jahre Vesperkirche. „Das nötigt mir den allergrößten Respekt ab, wenn jemand den ganzen Monat Februar, ein Vierteljahrhundert lang in der Vesperkirche mitmacht. Solche Menschen habe ich jetzt getroffen“, sagt Strobl. Es sei wundervoll, dass es solche Menschen gibt. „Gott sei Dank – dass es euch gibt“, sagt der Innenminister und spielt damit auf das Motto der Jubiläumsvesperkirche an.

Aber bei der Wasseralfinger Vesperkirche gehe es nicht nur darum, satt zu werden. „Den Geist, den ich hier spüre, ist der Geist der Begegnung, des Miteinanders und des Füreinanders“, sagt Strobl. Dazu brauche es Menschen, die das ermöglichen. „Das sind diejenigen in den roten Schürzen“, sagt der Innenminister mit Blick auf die Helferinnen und Helfer der Wasseralfinger Vesperkirche, jene die Essen ausgeben, leere Teller abtragen.

Unter diesen helfenden Händen sind an diesem Freitag auch Schülerinnen und Schüler der Karl-Keßler-Schule. Mit ihnen wird sich der stellvertretende Ministerpräsident Strobl später zum Gruppenfoto stellen. Für manchen sicher ein besonderes Ereignis.

Ein Bonus fürs Ehrenamt

Einen Bonus hat Strobl zudem parat: Er lädt sämtliche Mitarbeitende der Wasseralfinger Vesperkirche ins Innenministerium nach Stuttgart zu Kaffee und Kuchen ein und zu einem Gespräch mit ihm und – möglicherweise mit Vesperkirchen-Schirmherrin Gerlinde Kretschmann.

Er schätze die Vesperkirche als „schönstes und tollstes ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement“, weshalb er sehr gerne und spontan die Einladung von Corinna Pavel angenommen habe. „Es ist mir eine Ehre zu 25 Jahren Wasseralfinger Vesperkirche hier zu sein“, antwortet er im persönlichen Gespräch auf die Frage, was er an der Vesperkirche besonders schätze.

Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.
Thomas Strobl trägt sich ins Gästebuch der Vesperkirche ein. Mit im Bild Corinna Pavel.
Thomas Strobl hat sich ins Gästebuch eingetragen. Im Bild von links (stehend): Pfarrer Uwe Quast, OB Frederick Brütting, Bundestagsabgeordnete Martina Häußler und Vesperkirchen Mitorganisatorin Corinna Pavel.
Baden Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Besuch in der Vesperkirche in Wasseralfingen.

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