Dr Brauni: Vorwürfe gegen Hatam

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Wie die Ortsvorsteherin auf den Inhalt der Kolumne in der aktuellen Ausgabe des GHV-Magazins reagiert.

Aalen-Wasseralfingen. "Ich würde mir einen anderen Umgangston wünschen." Mit diesen Worten reagierte Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam in der jüngsten Ortschaftsratssitzung auf einen Vorwurf, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins des Wasseralfinger Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) gegen sie erhoben wurde. In der Kolumne "dr Brauni spricht" war ihr unterstellt worden, die Wasseralfinger Bürger nicht pflichtbewusst mit Informationen zu versorgen.

"Versuchen Sie doch mal ernsthaft, Ihrem Informationsauftrag gegenüber der gesamten Bevölkerung in und um Wasseralfingen gerecht zu werden. Und versorgen Sie nicht nur eine Handvoll zahlungswilliger Abonnenten mit Ihrem von der Stadt hoch subventionierten Druckwerk", ist der Wortlaut dieser Kolumne. Gemeint ist der Wasseralfinger Anzeiger, der 14-tägig erscheint und über ein Abonnement vertrieben wird, das jährlich rund 20 Euro kostet.

Eigentlich, sagt Hatam, ziehe sie den Hut vor dem Magazin des Gewerbe- und Handelsvereins, denn es erscheine kostenlos und mithilfe ehrenamtlicher Arbeit. "Dies Kolumne ist uns aber sauer aufgestoßen", bemerkte sie. Den Vorwurf, die Wasseralfinger Bevölkerung mit dem ortseigenen Anzeiger unzureichend zu informieren, weist sie zurück, denn es gebe "viele Hundert Abonnenten".

Hatam verweist darauf, dass es bereits Gespräche gegeben habe mit dem Ziel, die amtlichen Mitteilungen im Magazin 4810 zu veröffentlichen. "Da gab es leider keine Einigung", bedauert sie. Mit ihren Mitarbeitern arbeite sie gerade daran, den WAZ attraktiver zu gestalten.

Trotz der Kolumne ist Hatam nicht auf Kriegsfuß mit dem GHV. "Wir sind groß genug, um zwei gute Magazine zu haben", stellt sie fest. Denn im Endeffekt sei das Ziel von GHV und Hatam dasselbe: "Wasseralfingen voranbringen."

"In dem Fall sind wir ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen", gibt Peter Köditz, Ortschaftsrat und GHV-Mitglied in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats zu. Er und seine Vereinsmitglieder wollten den WAZ weder abschaffen, noch dessen "Totengräber" sein. Auch der Vereinsvorsitzende Thomas Augustin gibt eine kurze Stellungnahme ab. Die Kolumne sei eher als Glosse oder Satire einzuordnen., "aber schon mit ernstem Hintergrund." Interne Abstimmungen mit dem Ortschaftsrat seien geplant.

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