Erzweg: der Grund für die Sperrung

  • Weitere
    schließen
+
Mit schweren Betonklötzen hat die Stadt Aalen den Feldweg entlang der früheren Kleingartenanlage am Erzweg gesperrt.
  • schließen

Unter welchen Voraussetzungen und wann der Weg geöffnet werden kann.

Aalen-Wasseralfingen. Seit einiger Zeit ist er gesperrt: der beliebte und viel begangene Spazierweg entlang der ehemaligen Kleingartenanlage am Erzweg. Die beinahe als martialisch zu bezeichnende Art und Weise dieser Maßnahme hat vielfach große Verwunderung ausgelöst. Barrieren mit tonnenschweren runden Betonklötzen an beiden Endpunkten des Feldwegs sollen verhindern, dass sich Fußgänger, Radfahrer oder gar Autos auf das als gefährlich eingestufte Terrain begeben.

An beiden Enden des Feldwegs informiert die Stadt Aalen unter der roten Überschrift „Feldweg gesperrt!!!!“ über die Gründe. Im oberen Bereich liege der Feldweg über einem instabilen Produktionsstollen-System. „Setzungen, Nachbrüche und Bodensenkungen können nicht ausgeschlossen werden“, heißt es. Eine Freigabe könne erst nach Sicherung des instabilen Wegabschnitts erfolgen.

Auf Drängen der CDU-Fraktion (Josef. A. Fuchs) hat die städtische Grünflächenamtsleiterin Maya Kohte den Wasseralfinger Ortschaftsräten in der jüngsten Sitzung die Gründe für die Sperrung näher erläutert. Denn eigentlich, so Fuchs, war man davon ausgegangen, dass der Feldweg parallel zur Umzäunung der ehemaligen Kleingartenanlage hergestellt, und als Geh- und Radweg freigegeben wird.

Hintergrund: Die Stadt Aalen und das Bergamt in Freiburg wollten die Nutzung des Spazierwegs ursprünglich aus Sicherheitsgründen komplett streichen. Doch weil viele und vor allem ältere Wasseralfinger diesen Weg als Spiesel-Spazierrunde nutzen, hatte sich Josef A. Fuchs im Herbst 2020 vehement dagegen gewehrt, den Weg komplett aufzugeben. Mit Erfolg: Das Bergamt habe signalisiert, dass bei entsprechender Sicherung ein Geh- und Radweg machbar sei. Geschätzte Kosten: rund 53 000 Euro. Bereits Anfang dieses Jahres hatten Ortschaftsrat und Gemeinderatsausschuss dafür mehrheitlich ihr Okay gegeben. Die Tatsache, dass plötzlich eine massive Absperrung den vormaligen Bauzaun ersetzt, sorgte darum für Verwirrung in Wasseralfingen. „Wir hätten uns eine frühere Umsetzung der Maßnahme gewünscht“, betonte Josef A. Fuchs.

Laut Maya Kohte muss der Feldweg mit Stahlbetonplatten gesichert werden. Der Haushalt aber sei erst Mitte April dieses Jahres freigegeben worden, erläuterte sie. Jetzt erfolge die Kostenberechnung, und über den Sommer wolle man die Ausschreibung für die Betondecke vorbereiten. „Eine Umsetzung der Maßnahme schon im Herbst kann ich nicht sicher versprechen.“ Wahrscheinlicher sei, dass der Bau im Frühjahr 2022 in Angriff genommen werde.

Franz Fetzer (FW) erinnerte an die „mehrfach beantragte“ Webcam für die aufgegebene Kleingartenanlage. Damit künftig jeder die Entwicklung dieser ökologischen Sondernische beobachten könne.Ulrike Wilpert

Zurück zur Übersicht: Wasseralfingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL