Gay-Fahne an St. Stephanus abgefackelt

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Hier, auf der Seite zur Wilhelmstraße, hing die Gay-Fahne.
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 Ortsvorsteherin Andrea Hatam reagiert auf die Untat traurig bis bestürzt.

Aalen-Wasseralfingen. "Ich bin bestürzt, dass es Menschen gibt, die ein solches Zeichen der Toleranz kaputt machen." Traurig bis schockiert reagiert Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam auf den bösen Schabernack, den Unbekannte zwischen Samstagnachmittag und Montagmorgen im größten Aalener Stadtbezirk getrieben haben: Eine Regenbogenfahne, die quer an der Außenmauer der St. Stephanus Kirche in der Wilhelmstraße angebracht war, hatten sie angezündet, die Fahne ging in Flammen auf. Mit der Fahne hatte die katholische Kirchengemeinde Wasseralfingen ihren Protest signalisiert gegen die jüngste Mitteilung der vatikanischen Glaubenskongregation, dass lesbische, schwule, bisexuelle und Transgender-Partnerschaften nicht gesegnet werden dürfen. Wie die Polizei berichtet, entstand durch die brennende, aus Polyester bestehende Fahne Tropfenbildung im Bereich des Sockels an der Kirche. Eine Brandgefahr für die Kirche habe jedoch nicht bestanden.

Öfter schon haben in der Vergangenheit Vandalen in Wasseralfingen schon ihr Unwesen getrieben. Erst vor der Landtagswahl waren Wahlplakate mutwillig zerstört worden. "Ich könnte mir vorstellen, dass es in beiden Fällen Jugendliche waren, die das aus reiner Idiotie angestellt haben", sagt Andrea Hatam auf Nachfrage. Hatam: "Aber ich habe keine Ahnung, wer es gewesen sein könnte."

Persönlich habe sie sich über die Gay-Fahne als Zeichen der Toleranz sehr gefreut.

Der Polizeiposten Wasseralfingen bittet um Hinweise, Tel. (07361) 97960.

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