Gravierende Risse im Wasseralfinger Bürgerhaus 

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Das denkmalgeschützte Wasseralfinger Bürgerhaus muss instand gesetzt werden. Im östlichen, nicht unterkellerten Bereich gibt es markante Risse, die sich vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss durchziehen. Der Grund: der westliche Teil des Gebäudes hebt sic
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Das sind die Ursachen für umfangreiche Bauarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude am Stefansplatz. Wann alles erledigt wird.

Aalen-Wasseralfingen. Das Wasseralfinger Bürgerhaus muss für 290.000 Euro instand gesetzt werden. Im östlichen Teil des denkmalgeschützten Gebäudes sind markante Risse entstanden, die nun beseitigt werden. Dem haben die Wasseralfinger Ortschaftsräte jetzt einmütig zugestimmt.

Die Geschichte hat einen Vorlauf. Bereits im vergangenen Jahr war das Bürgerhaus Thema im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik, kurz AUST. Die Mitglieder haben damals beschlossen, dass das Gebäude wegen eklatanter Risse saniert werden muss. Allerdings führten die anschließenden Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung - wie damals geplant - das Problem nicht beseitigt. Weshalb nun ein erneuter Beschluss nötig ist.  „Die gravierenden Risse im Mauerwerk sind nicht neu“, erinnerte Ortsvorsteherin Andrea Hatam und wies bei der Sitzung in die östliche Ecke des Bürgersaals.

Risse im nicht unterkellerten Teil

Dem stimmte auch Markus Haas zu. Der Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft erläuterte den Ortschafträtinnen und -räten, weshalb die Risse entstehen. „Die Ursache von Rissbildung liegt in der Regel daran, dass sich ein Bauwerk, das nicht unterkellert ist, setzt“, sagte der Chef der städtischen Gebäudewirtschaft. Beim Bürgerhaus sei das jedoch genau das Gegenteil. „Hier hebt sich der Untergrund des unterkellerten westlichen Gebäudeteils“, informierte Haas und verwies auf die umfangreichen geologischen Untersuchungen.

Fundament bewässern

Als Auslöser dafür bezeichnet der Experte die Austrocknung des Fundament der tragenden Innenwand. „Als Gegenmaßnahme muss jetzt das Fundament der betreffenden Wand bewässert werden. Markus Haas erläuterte auch den Prozess: Man nutze das Niederschlagswasser eines nahe liegenden Regenrohres und installiere für den Fall einer längeren Trockenperiode einen Wasseranschluss des Leitungsnetzes. „So halten wir das Erdreich ständig feucht.“ Kontrolliert werde das durch einen eingebauten Sensor. 

„Wat mutt, dat mutt“, sagte CDU-Ortschaftsrat Josef Anton Fuchs. Ihm sei das auch neu, aber schuld seien wohl unter anderem der Jurakalk und Auskristallisierungen. „Das hatten wir so auch schon am Kopernikus-Gymnasium“, ergänzte an dieser Stelle Markus Haas. Michael Graule (Grüne) erinnerte an ähnliche Arbeiten im Bereich der St. Stephanuskirche und SPD-Ortschaftsrat hinterfragte einen Zusammenhang mit dem ehemaligen Schnepf-Areal und dessen Abbau.

Gebäudewirtschaftschef Markus Haas verwies allerdings auf den speziellen Fall, der nun durch eine tragfähige Gründung gestoppt werden könne. “Das ist Fakt, da müssen wir gegensteuern“, sagte er.

Die Ortschaftsräte votierten am Ende für die Sanierung und empfahlen diese einstimmig dem AUST, der sich damit am Donnerstag, 17. März, befasst.

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