Himmelhoch jauchzend und kein bisschen betrübt

Kammerchor des KGW auf Konzertreise in der Dresdner Frauenkirche und in der Aegidienkirche Oschatz.

Aalen-Wasseralfingen. Nach zwei Jahren coronabedingter Verbannung in die Online-Welt durfte der Kammerchor des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen (KGW) vor Kurzem wieder auf Konzertreise gehen, einer Einladung der Dresdner Frauenkirche folgen und eine Chorpartnerschaft in Oschatz wiederbeleben. Dies teilte das Gymnasium in einer Pressemeldung mit.

Ein Auftritt in der Dresdner Frauenkirche sei an sich schon ein besonderes Erlebnis für jeden Musik begeisterten Menschen, doch dieser Gottesdienst war noch spezieller. Es war der Sonntag Jubilate und so eröffnete der KGW-Kammerchor mit der Uraufführung eines gleichnamigen Stücks seines Chorleiters Thomas Baur. Die Akustik der Dresdener Frauenkirche tat das Ihre dazu, dass der Chor mit zum Teil rhythmischen Muster, aber auch großen Klängen die Kirche füllte. Neben den Kirchenbesuchern war ein besonderer Gast im Gottesdienst, der dem Chorgesang aufmerksam folgte: Michael Patrick Kelly. Sein Kunstprojekt „Peacebell“ fand in diesem Sonntagsgottesdienst seinen Abschluss.

So konnte Michael Patrick Kelly im Anschluss an den Gottesdienst einem spontanen Privatkonzert des KGW-Kammerchors lauschen, als der Chor 40 Meter über dem Kirchenraum in der inneren Kuppel der Kirche die überwältigende Akustik dieses Raumes testete, der für normale Besucher sonst nicht zugänglich ist. Dabei gleitet der Klang nicht nur in die obere Kuppel, sondern durch ein mehrere Meter umfassendes Loch auch hinab in den Kirchenraum. Die Rückmeldung Kellys war definitiv positiv: „Ihr habt gerockt“. Kelly bedankte sich mit einem gemeinsamen Gruppenfoto bei dem Chor.

St. Aegidienkirche

Am Tag davor hatte der Chor gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor des Thomas-Mann-Gymnasiums Oschatz in der St.-Aegidienkirche konzertiert. Am Nachmittag probten beide Chöre zunächst getrennt voneinander, bevor man gemeinsam das „Ave verum“ von W.A. Mozart einstudierte, begleitet vom Streichquartett des Kopernikus-Gymnasiums. Beim zahlreich anwesenden Publikum fand das einstündige Konzert am Abend großen Anklang. Schon vor 10 Jahren hatten sich die beiden Chöre zu einem Austausch getroffen. Obwohl die Sängerschaft nun eine komplett andere war, hätten die Jugendlichen sofort „einen Draht“ zueinander gefunden, sowohl musikalisch als auch beim anschließenden Abendessen. Gemeinsames Musizieren verbinde die Menschen - himmelhoch jauchzend und kein bisschen betrübt!

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