Klappstuhlfest soll Miteinander stärken

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Der Bolzplatz im Spiesel soll wiederhergestellt werden.
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Wie Wasseralfingen mit seinen 12 000 Einwohnern wieder Gelegenheiten für Begegnungen schaffen will.

Aalen-Wasseralfingen. Es ist ein hehres Ziel, was sich die Wasseralfinger Ortschaftsräte samt Ortsverwaltung vorgenommen haben: Im mit 12 000 Einwohnerinnen und Einwohner größten Aalener Stadtbezirk will man künftig das Miteinander stärken. Mit eben genau dieser Frage „Was stärkt das Miteinander“ beschäftigte sich das Gremium in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung.

Gelegenheiten für Begegnungen

Keine Stadt- und Straßenfeste mehr, keine Konzerte, keine Vereinsveranstaltungen: Seit Corona – also seit knapp zwei Jahren – liegt das gemeinschaftliche Leben brach; auch in Wasseralfingen. Doch wie lässt sich nach Corona eine Stadtgesellschaft in dieser Größenordnung wieder zu mehr Verantwortung im Ehrenamt, zur Organisation gesamtgemeinschaftlicher Veranstaltungen motivieren? Wo, wie und auf welche Art und Weise können Gelegenheiten für Begegnungen unterschiedlicher Art initiiert werden? Dieses Thema hatte die SPD-Fraktion aufgeworfen. Und damit – wie mit den Themen Wohnen und Bauen – wollen sich die Ortschaftsräte in einer Klausurtagung beschäftigen. In der Ortschaftsratssitzung am Dienstag ging es darum, erste Ansatzpunkte zu finden.

Wieder Bolzplatz im Spiesel

Für Gabriele Walcher-Quast (SPD) ist das Bemühen um ein stärkeres Miteinander ein Thema, das dauerhaft im Ort bewegt werden müsse.

Franz Fetzer (FW) und Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) sprachen bei dieser Gelegenheit immer noch fehlende „unbeaufsichtigte Treffpunkte“ für die Jugend an. „Neben dem etablierten Jugendtreff eine solche Möglichkeit anzubieten, ist jetzt dringender denn je“, meinte Fetzer sinngemäß. An die Ortsvorsteherin appellierte er, einen Aufruf für eine geeignete Räumlichkeit im Wasseralfinger Anzeiger zu veröffentlichen.

Der Bolzplatz am Braunenberg würde „ganz stark fehlen“, fuhr Fetzer fort. Zumindest in diesem Punkt konnte Ortsvorsteherin Andrea Hatam Entwarnung geben. Für den Bau eines Hochwasserstaubeckens am Spielplatz Spiesel war der dort vorhandene Bolzplatz im vergangenen Jahr abgebaut worden. „Dieser Bolzplatz wird dort wieder eingerichtet, sobald es das Wetter erlaubt“, kündigte Hatam an.

„Auch an die Vereine denken“

Peter Köditz (CDU) warf ein, im Bemühen um ein gutes Miteinander gelte es auch, die örtlichen Vereine auf ideelle Art und Weise, etwa in der Öffentlichkeitsarbeit, zu unterstützen. Albrecht Jenner (SPD) plädierte, möglichst viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einzubeziehen, Gelegenheiten für ungezwungene Begegnungen anzubieten, etwa mit Straßen- oder Nachbarschaftsfesten.

Sein Fraktionskollege Peter Ott schlug pandemiebedingt ein „Klappstuhlfest“ auf dem Karlsplatz vor. „Jeder Teilnehmer beteiligt sich an der Organisation, indem er seinen Stuhl und sein Vesper selbst mitbringt. Da erkennt man dann schon, wer bereit ist, weitere Beiträge für die Gesellschaft zu leisten“, meinte Ott.

Josef A. Fuchs (CDU) betonte die Wichtigkeit von niederschwelligen Angeboten für die Bürger. Allgemein war man sich einig, dass man den Bürgerinnen und Bürgern „nichts überstülpen“ wolle. ⋌Ulrike Wilpert

Der Bolzplatz im Spiesel soll wiederhergestellt werden.

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